﻿Î)ÀS GîiOBÜl/tN ÜËÉ COAGÜLIRBARÊN SÜBSTAnZ DES BLUTES.
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tes, in Gestalt von äusserst feinen rundlichen Körnchen—albumine globulaire und 3) ein festes, welches aus denselben, aber schon zu Flocken zusammengeballten Körnchen besteht—albumine fibrineuse ou fibrine. Diese letzten zwei Arten bieten nur einen zufälligen Unterschied in physikalischer Beziehung (40 p. 86—7).
Diese von Denis gewonnenen Thatsachen wurden im Jahre 1838 der französischen Academie von einem ihrer Mitglieder, Dumas (39 p. 161), vorgelegt. In der Folge (1839, 41 p. 19) bestand Denis, der seine früheren Beobachtungen und Schlüsse bestätigt, wiederum darauf, dass das Albumin in freiem, nicht aber in geronnenem, sondern in Salzen, Säuren u. dergl. löslichem Zustande und zwar entweder in molecularer oder in fibrinöser Form (ib. p. 19) vorhanden sei, und nennt das frischgefällte Fibrin und Seroglobin, zum Unterschied von dem geronnenen Zustand des Albumins, ungeronnenes Albumin (incoagulée), wobei er unter dem geronnenen Zustand diejenigen molecularen und fibrinösen Veränderungen versteht, welche in demselben durch Einwirkung von Wärme, Alkohol, durch aufeinanderfolgende Behandlung mit Alkalien und Säuren hervorgebracht werden J).
In demselben Jahie (1839) schlägt Denis folgendes Recept zur Auflösung des Fibrins vor (42 p. 286): Wasser—580 T., Aetznatron—0,7 T., Kaliumsulfat—0,8 T., Natriumsulfat—30 T., Natriumphosphat—0,4 und Chlornatrium—40 T. In diesem Gemenge lösen sich bis 400 T. feuchten (80 T. trocknen) Fibrins im Laufe von 3 Tagen auf. Uebrigens gerinnt die erhaltene Lösung bei 74°, wird von Alkohol gefällt und besitzt im allgemeinen alle Eigenschaften des gewöhnlichen Blutserums (ib. p. 236).
In Denis’s an Liebig gerichtetem Schreiben, welches in Scherer’s Arbeit vom Jahre 1841 (160 p. 11) angeführt ist, findet man nähere Angaben über die Auflösung des Fibrins in Salzen: man gewinnt das Fibrin aus dem Coagulum von Venenblut (des Menschen); nach dem Auswaschen des Coagulums in Wasser auf feiner Leinwand wird das Fibrin mit */3 seines Gewichts Salpeter in einem Steinmörser mittels einer Holzkeule verrieben, wobei das 4-fache Gewicht Wasser allmälig zugegeben wird; zuletzt setzt man ‘/so Gewichtsteil Aetzkali oder Aetznatron zu und lässt das Gemenge bei 35°— 37,5° stehen. Das Verhältnis der Bestandteile des Gemenges ist, folgendes: 150 T. feuchten Fibrins, 270—300 T. Wasser, 50 T. Salpeter und 3 T. eines Alkali.
In dieselbe Zeit fallen Magendie’s (1838,120 p. 196) interessante Beobachtungen. Indem er einem Hunde Blut entzog, defibrinirte und demselben Tiere wieder in die Gefässe einführte, bemerkte er bei abermaliger Blutentziehung, dass das Fibrin an Menge nicht nur nicht abgenommen, sondern sogar zugenommen hatte. Bei jedem neuen Aderlass fällt jedoch das Fibrin weniger leicht aus, so dass schon nach dem dritten ein zackiges, leicht zerreissbares Coagulum entsteht, welches überdies bei 60° sich in der Mutterlauge leicht auflöst. Es ist „neugebildetes“ Fibrin-fi-brine de récente formation, welches Magendie „pseudofibrine“ nennt (ib. p. 198; 119 p. 353). In der Folge benannte Magendie (1847, 121 p. 1139) das durch die oben beschriebene Operation — Defibriniren — défibrination, erhaltene Fibrin „néofibrine“ und der Farbe nach—gelbes Fibrin—fibrine jaune (ib. p. 1139); das gewöhnliche dagegen nennt er zuweilen „coaguline“ (1839, 120 p. 418) 2).
Berzelius (1839,17 p. 667) machte schon damals gegen Denis’s Ansichten Einwände, aber sehr schwache. Die Löslichkeit des Fibrins in Salzen zwar anerkennend,
‘) „Quand la fibrine se dépose dans le sang qui se concrète, l’albumine se présente encore avec son état solide, mais avec la forme fibrineuse, sans se coaguler pour cela. Au contraire, elle est coagulée, si l'on soumet, soit cette albumine globulaire, soit cette albumine fibrineuse,
à l’action du feu, de l’alcool, et aux réactions sucessives des acides et des alcalis“ (41 p. 25).
2) In der table indicative steht „Fibrine (coaguline)..., p. 174“; die angeführte Seite im Text enthält den Ausdruck „coaguline“ nicht.