﻿DAS GLOBULIN DER COAGULIRBAREN SUBSTANZ DES BLUTES.
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mentaranalyse des Fibrins und des Albumins (des Seroglobins) eine und dieselbe sei (VW 48—60 p. 104).
Unstreitig sind die im Briefe an Denis befindlichen Angaben Resultate auch derjenigen Untersuchungen, welche in Liebig’s Laboratorium und auf seinen Antrag hin von Scherer ausgeführt und auch im J. 1841 (160 p. 10) veröffentlicht wurden. Scherer’s Beobachtungen nach, löste sich das Fibrin eines vom Schlachthaus gekommenen Ochsenbluts beim Digeriren mit Salpeter wenig; leichter löste es sich, wenn es vorher getrocknet und zu Pulver verrieben wurde, doch blieb auch hier ein Teil unaufgelöst. In der That ist auch in Denis’s Briefe an Liebig gesagt, dass mit arteriellem Fibrin und auch mit der Entzündungshaut die Auflösung nicht glatt vor sich geht, dass aber vollständige Auflösung des Fibrins aus venösem Blute beobachtet wird. Auch Scherer findet, dass das^ venöse Fibrin sich vollständig auflöst und in einer solchen Lösung alle charakteristischen Eigentümlichkeiten des Serums aufweist. Mit nicht geringerem Erfolge geht die Auflösung des venösen Fibrins in einfacher Salpeterlösung bei Abwesenheit eines Alkali vor sich; aus einer solchen Lösung wird das Fibrin von viel Wasser ausgefällt, was bei einer Fibriniüsung bei Gegenwart eines Alkali nicht der Fall ist. Scherer zweifelt nicht, dass in diesem Falle, wie auch beim Serum, das Alkali dem Fällungsvermögen des Wassers entgegenwirkte, was deutlich daraus zu erkennen sei, dass nach der Neutralisation des Alkali der salzalkalischen Fibrinlösung und des Blutserums das Fibrin in beiden Fällen sich niederschlägt (ib. p. 12). Die sowohl aus dem Serum (Seroglobin) als auch aus der Fibrinlösung erhaltenen Niederschläge lösen sich augenblicklich in einer geringen Menge concentrirter Salpeter- oder Chlornatriumlösung auf, wobei die erhaltenen Lösungen in der Wärme gerinnen. Die verhältnissmässig schwache Löslichkeit des arteriellen Fibrins der Entzündungshaut, des durch Schlagen erhaltenen und auch im feuchten _ Zustande gelegenen, sowie des gekochten und auch mit Weingeist behandelten Fibrins glaubt Scherer durch den Einfluss des Sauerstoffs erklären zu können (ib. p. 18). Gleich seinen Vorgängern stellt Scherer dem geronnenen Albumin das durch Wärme und Weingeist veränderte Fibrin gleich; demgemäss fällt der zwischen dem Fibrin und dem Albumin angenommene Unterschied, d. h. die spontane Gerinnbarkeit des er-steren bei der Blutgerinnung und die Gerinnbarkeit des letzteren nur unter der Einwirkung von Wärme und Alkohol, von selbst, da bei der Gerinnung des Blutes das Fibrin sich zwar im festen, doch nicht im geronnenen Zustande ausscheidet (ib. p. 16). In Uebereinstimmung mit den beschriebenen Beobachtungen bemerkte Scherer im Verein mit Liebig, dass unmittelbar aus den Ge-fässen in eine concentrirte Natriumsulfatlüsung eingeflossenes Blut langsamer gerann, wobei die Blutkörperchen Zeit hatten sich zu setzen, und die durchsichtige Plasmaschicht sich in ein weisses Coagulum verwandelte, nach dessen Entfernung das Plasma sich aufs neue sammelte, ein Coagulum sich wieder bildete, und so mehrere Mal nacheinander. Das Coagulum aus der Lymphe (duc. thor.) gleicht mehr dem venösen, doch nimmt es bei gewissen Krankheitsformen auch den Charakter des arteriellen an (160 p. 17).
Fast dasselbe finden wir in Liebig’s Wörterbuch und in seiner Abhandlung (114 p. 881). Eine Lösung von 1 Gewichtsteil venösen Fibrins in y5 Gewt. Salpeter bei 40°—50° besitzt dieselben Eigenschaften wie neutralisirtes Serum: beide Flüssigkeiten trüben sich beim Zusatz einer genügenden Menge Wasser, wobei ihren Eigenschaften nach identische Körper sich niederschlagen (ib. p. 881). Im feuchten Zustande an der Luft gelegenes Fibrin büsst seine Löslichkeit ein (ib. p. 811). Behufs besserer Auflösung empfiehlt Letelier (112 p. 877) gut ausgewaschenes Fi-
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