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DAS GLOBULIN DER COAGULIRBAREN SUBSTANZ DES BLUTES.
brin in Wasser mit doppeltkohlensaurem Natron, z. B. 3 Grm. Fibrin in 10 Grm. Wasser -}- 0,4 Grm. Soda, bei 20°, digeriren zu lassen; die dabei erhaltene Lösung wird beim Kochen und auch von Alkohol oder Säuren gefällt.
Simon, der eine Flüssigkeit, in welcher Blutkörperchen suspendirt waren, Blutplasma nannte, empfiehlt, um Fibrin in Gestalt von Flocken und Häutchen auszuscheiden, die Flüssigkeit mittels zerkleinerten Metallstückchen, Quecksilber, Zinn oder Blei, zu schlagen (1840, 178 p. 29). Bei ruhiger Blutgerinnung geht, Nasse s Untersuchungen (143 p. 439) nach, das Fibrin in eine „homogene und zusammenhängende“ Masse über, in welcher man mit dem Mikroskop, ausser Fett-tröpfclien, keine anderen geformten Bestandteile entdeckt; bei Entzündungsprocessen kann dasselbe auch in Gestalt von Häuten erscheinen, aus Exsudaten ausserdem in feinkörnigen Flocken sich ausscheiden (ib. p. 439). Im Uebrigen tritt Nasse als Anhänger von Denis’s Ideen über die Identität der Fibrinlösungen mit dein Serum auf und erklärt den von J. Müller in Bezug auf das Blutplasma bemerkten Unterschied in der Wirkung des Aethers—Fällbarkeit des Plasma durch Aether—durch den grösseren Proteüngehalt des Plasma. Trotzdem die Bemühungen vieler, sagt Nasse weiter, zwischen dem Albumin und dem Fibrin einen Unterschied zu finden, vergeblich gewesen sind, muss zwischen dem in der Wärme geronnenen Fibrin und Albumin und dem frischausgeschiedenen Fibrin dennoch ein Unterschied gemacht werden (144 p. 148-9). So z. B. löst sich dieses ungleich leichter in Essigsäure als in der Wärme geronnenes Albumin. Im allgemeinen identificirt Nasse mit dem Fibrin nicht das in der Wärme geronnene sondern das durch Auslaugen der Salze mit Wasser in Wasser unlöslich gewordene Albumin, d. h. das Seroglobin. Was die Löslichkeit des Fibrins in Salzen anbetrifft, so führt Nasse, nachdem er sich auf die von uns erwähnten Autoren berufen und auf Hünefeld’s Beobachtungen über die Löslichkeit des Fibrins in Ammoniumphosphat und Plain’s—in Clilor-natrium, hingewiesen hat, auch eigene Beobachtungen an. Denis’s Ratschläge befolgend, gelang es Nasse stets, Fibrin in Salpeter aufzulösen. Ausserdem löste er noch mit gutem Erfolg beim Schlagen von Schweineblut erhaltenes Fibrin auf; nach dem Auswaschen wurde das Fibrin zwischen Fliesspapier so lange abgepresst, bis auf diesem sich keine feuchten Flecken mehr zeigten; sodann teilte man das Fibrin rasch in gleiche Teile zu je 20 Gran in jedem und brachte eine jede Portion in 1 Unze Wasser, welchem ausserdem auf jede Portion je 30 Gran eines der zu prüfenden Salze zugesetzt wurde, so dass eine 6,2%-ige Salzlösung entstand bei etwas über 4% abgepressten Fibrins. Danach wurden in die eine Portion 3 Gran Aetznatron, in die zweite—3 Tropfen Salzsäure und die letzte Verdauungsflüssigkeit aus einem Kalbsmagen gebracht. Die Gemenge wurden anfänglich bei 15—20°, dann bei 37,5° stehen gelassen. Am besten ging die Auflösung mit dem Alkali und der Säure, besonders aber mit dem Verdauungssaft vor sich; als aber nach 4 Tagen in einigen Flüssigkeiten, die mit Sternchen bezeichnet sind, Fäulniss eingetreten war, wurden die Rückstände abfiltrirt und nach dem Trocknen gewogen, wobei sich Folgendes erwies.
In Natriumphosphat lösen sich. „ unterchlorigsaurem Kali, .. .
„ Natriumsulfat...............
„ Kaliumnitrat................
„ Natriumcarbonat............. .
„ doppeltkohlensaurem Natron „ Ammonium carbon at .........
12.3	%
12.4	„ 15,0% 22.2 *
24.4	” 28.9 „ 30,2 *