﻿DAS GLOBULIN DER COÀGULÏRBAREN SUBSTANZ DES BLUTES.
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3,5 Unz. Wasser, mit 30 Gran Kaliumcarbonat versetzt, im Laufe von 10 Tagen sich auflöste; arterielles Fibrin eines anderen Pferdes löste sich ebenfalls im Laufe von 10 Tagen in 500 Grn. Wasser -f- 40 Gr. Salpeter auf; endlich löste sich 1 Gr. Fibrin aus dem arteriellen Blute einer Frau in 500 Gr. Wasser -j- 25 Gr. Salpeter in 5 Tagen, -f- 4 Gr. Kaliumcarbonat in 30 Stunden, -f- 60 Gr. Chlornatrium in 72 St., + 16 Gr. Jodkalium in 50 St., + 6 Gr. Cyankalium in 48 St. auf., wobei in allen Fällen ein sehr unbedeutender flockenartiger Niederschlag *) zurückblieb (ib. p. 371—2). Auch arterielles und venöses Fibrin des Hundes löst sich gleich gut in Salzen (ib. p. 372). Ausserdem lösten sich sowohl in Salpeter (30 Gr. auf 500 Gr. Wasser in 72 Stunden) als in Kochsalz von den Lungen abgenommene pleuritische Häute auf. Was das Fibrin, welches in Wasser sogar 30 Sec. lang gekocht wurde, anbetrifft, so biisst es nur seine Löslichkeit in Salzen ein (ib. p. 373). Auch beim Liegen in Alkohol verliert das Fibrin, wenn auch nur allmälig, die Fähigkeit, in Salzen sich aufzulösen. So löste sich z. B. Fibrin nach 24-stündiger Einwirkung von Alkohol in 16 Stunden in Chlorkalium und Iodkalium, nach 17-tä-gigem Liegen in Alkohol—erst nach 36 Stunden in Chlorkalium auf; nach 45-tä-giger Einwirkung von Alkohol hatte das Fibrin seine Löslichkeit in Salzen schon vollständig eingebüsst (ib. p. 375).
Was die Abhängigkeit der Löslichkeit des Fibrins von dessen Darstellungsweise anbetrifft, so findet Zimmermann in dieser Beziehung keinen Unterschied, ob es durch Schlagen oder durch Durchpressen und Auswaschen des Coagulums (ib. p. 380) erhalten wurde; zur Darstellung desselben empfiehlt er in der Folge (1847,, 108 p. 41) das Coagulum in Leinwand zu binden, zwischen den Händen durchzukneten und unter einem Wasserstrahl auszuwaschen. Für eine der wichtigsten die Löslichkeit beschleunigenden Bedingungen hält Zimmermann (196 p. 386) die Wärme.
Auf Grund all dieser Thatsachen zieht dieser Forscher aus seinen Beobachtungen einen allgemeinen Schluss, indem er unter anderem behauptet, dass sowohl das venöse als das arterielle Fibrin aus Ochsen- und Kalbsblut in Salzen offenbar unlöslich sei.	während das arterielle	und das venöse	Fibrin aus	Hundeblut sich
gleich gut lösen; arterielles Fibrin aus Pferdeblut löste sich schwerer als venöses. Getrocknetes Fibrin löse sich im allgemeinen schwerer als frisches. Fibrinlösungen in Salzen seien	mit dem Hühnereiweiss	identisch, da sie	von Aether gefällt werden
(ib. p. 390). Ferner findet Zimmermann	(197 p 53), dass	aus einer	serös-fibrinösen
Flüssigkeit, wie er das Plasma nennt, welches von den Blutkörperchen durch Abstehen befreit wurde, nachdem das Blut, um der Gerinnung vorzubeugen, beim Ausfliessen aus den Blutgefässen unmittelbar mit einem Salz vermischt wurde, erhaltenes Fibrin von Wasser gefällt wird. Dieses Experiment hält Zimmermann für einen Beweis	dafür, dass durch die	Einwirkung von	Salzen das	Fibrin keineilei
Veränderungen in seinen chemischen Eigenschaften erleidet.
Mit den soeben dargelegten Thatsachen stimmen die von Löwig (118 p. 556) angeführten überein, dass auch Berthollet Auflösung des Fibrins in Natiiumacetat und Salmiak beobachtet hatte. Auch Letelier (112 p. 877) löste 3 Teile Fibrin aus venösem Blut in 10 T. Wasser, mit 0,4 Natriumcarbonat versetzt, auf. Hlasiwetz endlich (95 p. 8) beobachtete Auflösung von venösem Fibrin in den neutralen Alkalisalzen: Salpeter. Kaliumcarbonat, Kaliumacetat, Kaliumsulfat u. s. w. Besonders glatt geht der Process bei 50—60° vor sich, wobei das Fibrin, bevor es sich löst, aufquillt.
*) „Ob Denis und Scherer arterielles Fibrin von	ten das Dogma aufzustellen^dass arterielles Fi-
gesunden Menschen untersucht haben, bezweifle	brin unlöslich sey“ (196 p. o72j.
ich! wie konnten sie daher sich für gefügt hal-