﻿b AS GLOBULIN BER COAGÜLiRBAREN SUBStANZ BES BLÜTÊS.
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des Blutes liintanlialten. So löse z. B. Kochsalz in wenig concentrirten Lösungen das Plasmin leicht, während concentrirte Lösungen dasselbe fällen. Eine Plasminlösung werde von Wärme, Alkohol und auch von Säuren und Alkalien gefällt; zugleich sei die Lösung im Laufe von 5—15 Minuten und mehr im Stande auch spontan zu gerinnen1), je nach der zum Auflösen des Plasmins genommenen Menge Salz und Wasser (45 p. 34). Doch auch diesen Process sieht Denis für einen Uehergang aus dem löslichen in den in derselben Flüssigkeit unlöslichen Zustand an. Aber nicht alles Plasmin scheide sich in unlöslicher Form aus, ein Teil bleibe in Lösung zurück (ib. p. 35). Was den in den unlöslichen Zustand übergegangenen Teil des Plasmins anbetrifft2), so löse er sich weder in Wasser noch in Salzen und besitze alle Eigenschaften des schwerlöslichen Fibrins—fibrine modifiée— (ib. 35—6), welches an Fibrin nach der Einwirkung von Wärme erinnert. Im ganzen erfahre das Fibrinogen Umwandlungen: es zerfällt in zwei Teile (ib. p. 38 und 41): der kleinere Theil desselben geht in den festen Zustand (fibrine concrète) über, der grössere verwandelt sich in das in Lösung gebliebene Fibrin (fibrine dissoute). Das Blutplasma enthalte Plasmin und Serin; nachdem ein Theil des Plasmins sich im festen Zustande ausgeschieden hat, bleibe der andere zugleich mit dem Serin 3) in Lösung.
Es ist nicht zu bestreiten: es war der Umstand, dass nicht alles von Denis erhaltene Plasmin und nicht in seinem ganzen Umfange sondern nur ein Teil davon in das in der Mutterlauge unlösliche Fibrin übergeht, welcher Denis veran-lasste anzunehmen, ein solcher Process habe auch bei der gewöhnlichen Blutgerinnung statt, weshalb auch das gewöhnliche Serum lösliches Fibrin (fibrine dissoute) (ib. p. 38) enthalten müsse. Aus dem Serum sei das gelöste Fibrin, wie Denis meint, von dem Serin leicht abzutrennen, zu welchem Zweck das Serum nur mit Magnesiumsulfat gesättigt oder mit Aether behandelt zu werden brauche (WM 48—60 p. 114) Diese Annahme, Vorhandensein von gelöstem Fibrin neben Serin im Serum, widerspricht nicht nur der Vorstellung vom Serin, die wir uns auf Grund dieser Darlegung von Denis’s Arbeiten schon gemacht haben, sondern auch Denis’s Hypothese selbst, die er schon früher aufgestellt hatte, dass das Serin (Albumin oder Seroglobin) dasselbe Fibrin sei, welches sich im festen Zustande gewöhnlich als feinkörniger Niederschlag—fibrine moléculaire — ausscheidet (M.M 48—60 p. 54). Doch erklären sich diese Widersprüche unschwer, wenn man die wirkliche Bedeutung der Ausdrücke, denen man in Denis’s Arbeiten in so grosser Anzahl begegnet, und die so oft durch neue ersetzt werden, sich klar zu machen sucht. Es muss gesagt werden, dass Denis in seiner Arbeit vom Jahre 1856, im Gegensatz zu seinen früheren Ansichten (1837—39), vier Arten mit verschiedenen chemischen, doch analogen physikalischen Eigenschaften ausgestatteten Blutfibrins annimmt: 1—Fibrin des venösen Blutes, welches durch Schlagen erhalten wird; 2—Fibrin desselben Blu-
*) „Mais la propriété la plus remarquable qu'offre la plasmine dissoute dans l'eau, et qui la caractérise essentiellement, c'est celle de se coaguler spontanément, en disparaissant pour faire place à de nouvelles substances albuminoïdes, comme nous le verrons plus loin (45 p. 34). ...Quand le phénomène s’accomplit dans de bonnes conditions, le coagulum formé est solide, il adhère au vase en exsudant fort peu d’eau, sa transparence est parfaite et il est absolument incolore“ (45 p. 35).
-) „Si l'on s’arrêtait au fait remarquable que
l’on voit se produire, on n’observerait que le passage de la plasmine de l’état soluble à l’état insoluble, phénomène qu’on chercherait en vain à expliquer, car il a lieu dans le vide comme à vase ouvert, et il s’opère avec une spontanéité incontestable; ce serait là tout“ (45 p. 35).
3) „Dès que le sang se coagule, la plasmine se transforme, et l’on retrouve dans l’humeur coagulée le résultat de la transformation qui consiste toujours en une ou plusieurs des variétés de la fibrine concrète, et constamment en de la fibrine pure dissoute“ (45 p. 40).