﻿DAS GLOBULIN DER COAGULIRBAKEN SUBSTANZ DES BLUTES.
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so scheide sich das Fibrin aufs neue als feinkörniger Niederschlag aus und löse sich wieder in Wasser auf. Auch das aus der Salzlösung mit Alkohol ausgeschiedene Fibrin löst sich in Salzen wieder auf, wenn die Behandlung rasch von statten geht. Auch 20°-iger Alkohol bewirke Fällung, doch schlage sich dabei nicht alles Fibrin nieder. Auch mit Aether erhielt Denis in Salzlösungen Niederschläge (43 p.
! 12; 45 p. 44). Dieses Verhalten der Fibrinlösungen in Salzen gegen Magnesiumsulfat, Aether und besonders Alkohol schien Denis so charakteristisch, dass er auf Grund dessen es für möglich hielt sowohl im Serum als auch in einer Plasmin in Lösung enthaltenden Flüssigkeit nach der Gerinnung letzterer, folglich nach der Ausscheidung îles Fibrins auf gewöhnliche Weise, das Vorhandensein von Fibrin anzuerkennen. Doch fand Denis in diesen Fällen das „reine Fibrin—f i b r i n e pure“ in der Lösung schon gelöst oder bereit, weshalb er es zum Unterschied von dem Fibrin, welches er aus venösem Blute erhalten hatte und welches löslich—s o 1 u b 1 e—war, „gelöstes—d i s s o u t e“ nennt! Warum nimmt Denis aber an. dass das Serum Fibrin und gerade sein „fibrine dissoute pure“ enthält? Indem er für diese Art Fibrin das Verhalten von dessen Lösungen in Salzen gegen 4o°-igen Alkohol für besonders charakteristisch hält, da der sich bildende Niederschlag in Salzen wieder löslich sei *), findet er die beste Gelegenheit ohne Mühe die Gegenwart von wahrem Fibrin auch im Blutserum zu zeigen (43 p. 141)! Denis fällte das Serum mit 40°-igem Alkohol in Ueberschuss. Nach 24 Stunden wurde der Niederschlag abfiltrirt und mit einer circa 11%-igen (s. Einleitung-45 p. II) Kochsalzlösung übergossen; ungeiähr % des Niederschlags, welcher aus Fibrin bestand, löste sich auf, die übrigen 7/8, die sich nicht aufgelöst hatten, bestanden aus Serin. Diese Reaction von ganz untergeordneter Bedeutung ist im allgemeinen verschiedenen Modification des Globulins eigentümlich! Denis sieht aber eine Bestätigung seiner Hypothese auch in einer anderen Reaction, die seinem Fibrin eigen ist: die obenerwähnte Lösung des reinen) Fibrins in Salzen wird von Magnesiumsulfat gefällt, und der Niederschlag ist löslich in Wasser. Diese Reaction beobachtete Denis auch an der Lösung von venösem Fibrin (s. oben), folglich ist hier auch im Serum Fibrin enthalten. In der That findet Denis beim Vergleich der Lösung von venösem und aus Serum erhaltenem Fibrin vollkommene Identität. Beide scheiden mit Alkohol Niederschläge aus, welche in Salzen und sogar einfach in Wasser löslich sind, da Alkohol auch die Salze fällt. Auch Säuren bewirken in den verdünnten salzigen Fibrinlösungen Niederschläge, wobei diese die Fähigkeit behalten, sich in Salzen aufzulösen. Endlich werden beide Lösungen auch von Aether gefällt. Nachdem Denis die bei der Sättigung der Lösungen mit Magnesiumsulfat anfänglich erhaltenen Niederschläge zwischen Fliesspapier abgepresst hatte, löste er sie in 40 Teilen Wasser auf, wobei jedoch der Process ziemlich langsam von statten ging (43 p. 152). Ganz dieselben, Gründe und dieselben Reactionen veranlassen Denis auch in der Plasminlösung, nachdem die Gerinnung stattgefunden hat und das Product derselben entfernt worden ist, gelöstes reines Fibrin—fibrine pure—zu sehen, da der in dieser Flüssigkeit einerseits durch Alkohol, andererseits durch Magnesiumsulfat bewirkte Niederschlag in Salzen löslich sei. Denis zweifelt nicht, dass man hier dasselbe Fibrin, welches er „fibrin pure“ nennt, vor sich habe 2).
*) „Ainsi j’y soupçonne..... de la fibrine, quand ce liquide rendu bien neutre donne par l’alcool à 40° aie. un précipité qui, remis sur un filtre, et lavé avec de l’alcool faible, pour bien en sé-
parer le sel, est insoluble dans l’eau pure, mais soluble dans l’eau salée au tiers“ (43 p. 141).
-) „La substance albuminoïde qui y est dissoute n’est donc réellement que cette même fibrine“ (45 p. 37).
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