﻿DAS GLOBULIN DEE COAGULIRBAREN SUBSTANZ DES BLUTES.
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Anschein hat. als ob er in diesem Fall nur seine Betrachtungen über diesen Gegenstand ausspricht (48 p. 1 IG, 161). Ein eben solches Fibrin—fibrine concrète modifiée entstehe auch bei der Fällung des Plasma, welches mittels Natriumsulfat und nachheriger Fällung mit Wasser erhalten worden war. mit Wasser (45 p. 41).
Schliesslich weist Denis dem Fibrin aus dem Coagulum eines im Buliezustan-de geronnenen venösen Blutes eine besondere Stellung an, indem er es gleichfalls „fibrine concrète A aber schon ohne das Beiwort „modifiée“—verändertes—nennt. Pas. Coagulum wird unter einem Wasserstrahl ausgewaschen; dabei entstehe ein Fibrin, welches mit dem durch Schlagen mit der Hand aus demselben Blute erhaltenen keineswegs identisch sei.
Lnser Erstaunen hat keine Grenzen: aus einer und derselben Flüssigkeit sollten durch verschiedene Manipulationen ganz verschiedene Körper (43 p. 106; .VW 75	80 p. 198) entstehen können! Zieht man in Betracht, 1) dass Denis empfiehlt
bei der Gewinnung des reinen librins die Operation so rasch wie möglich auszuführen. dasselbe schnell auszuwaschen, zu welchem Zwecke er die sich bildenden Geiinnsel zu zerschneiden und die Bildung solcher durch Verreiben zu verhindern rät, 2) dass trotz sorgfältiger Bereitung, hauptsächlich aber bei unbedeutenden. Abweichungen von der Vorschrift, auch hier ein in Salzen unlösliches Fibrin erhalten werden könne, und, vornehmlich, 8) dass auch das reine Fi-i rin unter dem Einfluss von Wasser seine Löslichkeit in Salzen einbüsse.—so ist es unschwer die Abweichungen in den Eigenschaften des vorliegenden Fibrins im Vergleich mit dem reinen Fibrin gerade durch den Einfluss des Wassers zu erklären, da beim Waschen des Coagulums des venösen Blutes ungleich mehr Zeit erforderlich ist. damit aller Farbstoff abgespült werde. Ueberdieslöst sich das Fibrin des venösen Coagulums in 3 Gewichtsteilen Kochsalz, sogar nach Denis’s eigener Erklärung nur halb, indem die Molecüle bis aufs äusserste aufquellen und eine dickflüssige schleimige Flüssigkeit bilden 1). So lautet die einzige Beschreibung eines augenscheinlich einzigen und, wie es scheint, gescheiterten Versuches, das Fibrin in einem Salze aufzulösen. Offenbar hatte Denis in diesem Falle eine ungenügende Menge Lösung genommen und dieselbe ausserdem nicht mit gepulvertem Kochsalz im Mörser verrieben, wie er es mit dem durch Schlagen mit der Hand (ib.) erhaltenen reinen Fibrin gethan hatte. Zieht man die gröbere, eiligere und nicht zu Ende geführte Behandlung des Fibrins des venösen Coagulums seitens Denis in Betracht, so darf man wohl sagen, dass er in Bezug auf die Löslichkeit dieses Fibrins sogar günstige Besultate erhalten hat. Infolge der ungenügenden Salzmenge wurde die zähe Flüssigkeit ebenso wie eine Lösung des reinen Fibrins in Salzen von Wasser gefällt. Schliesslich hatte Denis nicht nur das, was er in den 30-er Jahren, sondern auch das, was er 3 Jahre vor der letzten Arbeit (1859) geschrieben hatte, vergessen. So beobachtete er im Jahre 1856 (43 p. 156) Auflösung des Fibrins eines venösen Coagulums, welches sogar in eine doppelte Gewichtsmenge einer circa 11%-igen Kochsalzlösung eingetragen war. in der warmen Jahreszeit zuweilen im Laufe von 12 Stunden, im Winter oder bei kühlem Wetter in 24—48 Stunden, wobei die ganze Zeit über das Gemenge meist eine
') „En attaquant la fibrine du caillot du sang veineux, avec 3 fois son poids d’une solution de chlorure de sodium au dixième, comme nous l’avons fait, quand il s’est agi de la fibrine extraite en fouettant ce sang (wobei er auf S. 41 hinweist) au lieu d'une dissolution filtrable, on produit une demi-dissolution visqueuse, incomplète, la
substance prend une expansion considérable, ses particules se gonflent énormément et ne forment qu’un tout fluide, mais filant, comme muqueux. L’eau en dégage immédiatement la fibrine avec sa forme primitive. Il n’y a pas véritable dissolution“ (45 p. 46).
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