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DAS GLOBULIN DER COAGULIRRAREN SUBSTANZ DES BLUTES.
dickflüssige, auf dem Filter zurückgebliebene Lösung vorstellte '). Sowohl die „f i 11 r i r e n d e“ wie auch die zähe Lösung werde von Wasser im Ueberschuss und auch von Alkohol gefällt, wobei dieselbe Kochsalzlösung entweder die Hälfte oder 2/3 des Niederschlags auflöst; die erhaltene Lösung verhalte sich wie „fibrine soluble“ d. h. „pure“ (43 p. 157), während der ungelöst gebliebene Teil sich wie Denis’s Globulin, d. h. wie die Stromasubstanz der roten Blutkörperchen (43 p. 157), verhält.
Unwillkürlich wirft sich dabei die Frage auf, weshalb hier die Gegenwart von Stromasubstanz der roten Blutkörperchen angenommen wurde. Dies erklärt sich sehr leicht. Denis setzte die Gegenwart dieser Substanz überall voraus, wo die Flüssigkeit bei Vermisc h u n g mit Wasser Häute, Fasern bildete, oder bei Sättigung mit Kochsalz und nachherigem Zusatz von Salzsäure, Aetznatronlösung oder kohlensaurem Natron in Wasser unlösliche Flocken ausschied 2) (43 p. 141). Diese nicht charakteristische und zweifelhafte Reaction bewog Denis auch im vorliegenden Fall die Gegenwert von Globoglobin im Fibrin anzunehman (43 p. 157). Derselbe Gedanke nahm ihn auch im Jahre 1859 in Anspruch. Es ist besonders das Aussehen der geleeartigen Masse, die bei der Behandlung mit Salzlösungen behandelter Blutkörperchen von Vögeln entsteht, welches ihn veranlasste sogar diese Substanz mit dem Fibrin des venösen Coagulums zu identiflciren. weshalb er auch vorschlägt diese Art des festen Globulins „globuline“, „fibrine globuline“ oder „fibrine concrète globuline“ zu nennen. Dennoch giebt Denis zu, dass die Bildung von „fibrine concrète globuline“ hier von gleichzeitiger Bildung auch von „fibrine concrète pure“ in geringer Menge—en petite quantité (45 p. 46).—im J. 1859,—bis zur Hälfte und sogar 2/3 der Gesammtmenge (43 p. 157)—im J. 1856—begleitet werde. Denis’s v’iderspruchsreiche Angaben lassen sich durch die geringere Aufmerksamkeit. die er der Löslichkeit dieses Fibrins in Kochsalz widmete, erklären, um so mehr als die andern Autoren, von denen Denis nichts weiss oder derer er nicht erwähnt, für die Löslichkeit des venösen Fibrins sich mit Bestimmtheit aussprechen. Uebrigens stände die Identität dieses Fibrins und der Stromasubstanz der roten Blutkörperchen mit der Löslichkeit desselben in Salzen keineswegs im Widerspruch (AM 61—80 p. 15).
Im allgemeinen zeichne sich das Fibrin des venösen Blutes, sowohl das durch Schlagen als das durch Auswaschen des Coagulums erhaltene, Denis’s Angaben nach, durch nichts Besonderes aus, die Zeit, in der die Auflösung desselben stattfindet, ausgenommen: das eine löse sich schneller als das andre.
Ohne uns bei den unvereinbaren Sätzen in Denis’s Lehre von der Blutgerinnung aufzuhalten, nach welcher in allen Fällen, w7enn das Plasmin gerinnt, die Bildung eines stets „löslichen“, „gelösten“ Fibrins (fibrine dissoute) einerseits, eines anderen festgewnrdenen Fibrins (fibrine concrète) andererseits zugegeben wird, wollen wir, Denis’s Untersuchungen zusammenfassend, dennoch auf einen
’) «Ainsi, mise, encore humide et nouvellement extraite, avec deux fois son poids d’eau salée au tiers (i T. auf 9 T. Wasser—166 p. II der Einleitung), elle (fibrine du caillot) fournit en 12 heures dans un temps chaud, et seulement après 24 ou 48 heures en hiver ou quand la température était peu élevée, quelquefois une solution complète et filtrable, mais le plus souvent une solution visqueuse qui reste sur le filtre sans le traverser“ (43 p. 156).
2) „Ainsi j'y soupçonne... de la globuline, dès qu'étendu d’eau il fournit des membranes, des fibres, comme en produit cette substance, ou que, saturé de sel commun et ensuite soit un peu acidifié avec de l’acide chlorhydrique au millième, soit légèrement additionné d'un soluté de soude ou de carbonate de soude, il se sépare des flocons de globuline combinée à l'acide ou unie au corps alcalin, flocons que l’eau ne dissout pas" (43 p. 141).