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DES GLOBULIN DER COAGULIRBAREN SUBSTANZ DES BLUTES.
Es sei liier noch angeführt, dass im Jahre 1858 Gannal (62 p. 373: 63 p. 8), von Robin & Verdeil (154 p. 454) auf den Gedanken gebracht, 200 grm. Pleuraflüssigkeit durch eine auf dem Filter befindliche 400 grm. wiegende Schicht Magnesiumsulfat filtrirte: letzteres hielt die Proteinsubstanz zurück, die sich auf Kosten desselben Salzes in Wasser löste. Diese Substanz, die in der Folge mit dem Fibrinogen identifient wurde, nannte Gannal „Hydropisin“.
Vom Jahre 1861 an unternahm Schmidt (165 p. 561) eine Reihe von Untersuchungen, welche sich hauptsächlich auf die Körper, die an dem Gerinnungsact teilnehmen. beziehen. Schmidt gebraucht den Ausdruck „fibrinogene Substanz“ t ü l den T h e i 1 des Plasma, welcher sich in Fibrin verwandelt 4). Obgleich Schmidt auf ircliow und auf dessen Vorstellung vom Fi-bi mögen nicht hinweist, ist vom theoretischen Standpunkte aus die Bedeutung, die er dem Ausdruck „fibrinogene Substanz“ giebt, mit derjenigen des genannten Autors identisch. Schmidt beschäftigt ebenfalls die Frage nach der Präexistenz der fibrinogenen Substanz (1862, 166 p. 533), und er greift selbstverständlich zum Experiment, nicht um im Plasma die Gegenwart von Fibrin, sondern um das Vorhandensein einei vom Albumin verschiedenen, in Fibrin übergehenden Substanz nachzuweisen, welche sich deshalb vom Fibrin auch unterscheidet. Als Basis für die Ab-scheidung des Fibrinogens diente Schmidt, dem zu jener Zeit Denis’s Arbeiten £aJlz; unbekannt, waren, I. Midler’s Beobachtung, dass Froschblutplasma von Aether gefällt wird (.VA 75—80 p. 178). Da das Serum mit Aether keine Niederschläge ausscheidet, was seit Tiedemann & Gmelin von vielen angenommen wurde, das Plasma
5 von Aether eine Proteinsubstanz auschied, so wurde diese ,,	~	. von Schmidt für Fibrinogen angesehen. Indessen gaben
c nmut s. J ersuclie mit Aether keine günstigen E e s u 11 a t e, infolgedessen er sich eines Gemenges von 3 Teilen Alkohol und 1 Teil Aether bediente, obgleich absoluter Alkohol allein den Zweck ebenso gut erfüllt (166 p. 534—5). )e stündlich zog Schmidt in Erwägung, dass von einem solchen Gemenge oder wm lemem Alkohol auch das Seroglobin (die fibrinoplastische Substanz) und das
aber unter der Einwirkun im vorliegenden Falle
Albumin ausgefällt werden könne: deshalb
rät er mit W a s s e r
Df i i “ i	' “““—ui j-1, »t a o ö c i verdünntes
i 1 erde b lut plasma zuerst mittels Kohlensäure (!!) von der i HiLoplastüschen Substanz zu befrei n. und v e r f u h r, um ein Critérium zu besitzen, ganz ebenso mit Pfe r d e b lutseru m. N ach de m V*11 tl 1 r e n .d e.r N i e d e r s c h 1 ä ge h a 11 e S c h ni i d t zwei Flüssig-( ' 1 L(h ( 0 1 s 1 c F v on denen die eine bloss A 1 b u m i n, die and e-s Szihe“A ! 3 U \n U ? I1 d j u v e r m e i n 11 i c h e f i b rinogene Su b-1 a “ ■ (’v\n	wekhe Kdoeh die Fähigkeit verloren hatte, spontan
■u g ei mn en ). Beim Zusatz des Aether-Alkoholgemenges zu der ersten Flüssigkeit
‘) «Ah werde mich des Ausdruckes „fibrinoplastische Substanz“ für dasjenige, was die Fi-biinausscheidung bewirkt, und „fibrinogene Substanz für das, was Fibrin wird, bedienen, hauptsächlich weil es sehr schwer ist, von Dingen zu reden, die keinen Famen haben“ (165 p 561) Offenbar kannte Schmidt zu dieser Zeit weder \ irchow’s noch Denis's Arbeit, was in Bezug auf letztere aus dem unten Dargelegten noch deutlicher folgt.
:) Diesen als Ausgangspunkt dienenden Versuch, der \on Schmidt falsch gedeutet wurde, mbren wir wörtlich an: „Meine ersten Versuche
zur Lösung der Präexistenzfrage knüpften an J. Müller s Angabe, dass der Faserstoff aus dem durch Salze am Gerinnen behinderten Froschblutplasma durch Aether in feinen Flocken gefällt v erde, au. Ich bemerke hier (166 p. 534) zum V oraus, dass ich mit Aether keine günstigen Resultate erzielt habe; wohl aber mit eiuem Gemenge von 3 Th. absolutem Alkohol und 1 Th. Aether; wie ich aus einigen späteren Versuchen ersehe, thut übrigens absoluter Alkohol allein dieselben Dienste. Da beim Blutplasma die gleichzeitige Gegenwart der fibrinoplastische Substanz die Zuverlässigkeit der Reactioneu beeinträckti«