﻿PAS GLOBULIN DER COAGULIRBAREN SUBSTANZ DES BLUTES.
207
aus der Herzbeutelflüssigkeit, und Hammarsten (83 p. 83) fand solches in bedeutender Quantität in der Hydroceleflüssigkeit. Zu allem dem muss hinzugefügt werden, dass, wie Schmidt selbst findet, zugleich mit dem Fibrinogen auch Albumin ausfal-len kann (166 p. 537,—8,—41: 167 p. 456). Endlich findet Schmidt selbst, dass bei dem Versuch, aus fibrinösen Flüssigkeiten Fibrinogen zu erhalten, man, anstatt dessen, Fibrin erhalten könne (166 p. 537)!
Im allgemeinen muss bei der Darstellung des Fibrinogens nach Schmidt’s ^ erfahren den Eigenschaften von 4 Körpern Rechnung getragen werden, wobei wir aber für das Xichtvorhandensein dieses oder jenes dieser Körper kein Critérium besitzen. Ein solches war desto notwendiger, als zu jener Zeit Smee (179 p. 399) Verwandlung des „Albumins“ in Fibrin annahm und zwar nur aus dem Grunde, weil ein Luft- oder Sauerstoffstrom im Laufe von 36 Stunden bei 37,5° einen Niederschlag im Serum hervorruft.
I m diese Zeit wurde ausser Hewson-Denis’s Darstellungsweise des Plasma (AW 75— 80 p. 171) ein sehr zweckmässiges und schnelles Verfahren, das Plasma zu erhalten, auch von Danilewski (1865,34 p. 440) vorgeschlagen: das Blut wurde in einer concentrirten Natriumsulfatlösung aufgefangen und 2—21/,, Stunden lang centrifugirt (W 61 — 67 p. 26). Noch reineres Plasma oder Serum erhält man, wenn man nach %-stündigem Centrifugiren die abgeschiedene Flüssigkeit, die noch nicht ganz frei von morphologischen Bestandteilen ist, in andere Cylinder giesst und aufs neue centrifugirt: die ganze Procedur kann in l'/2—2 Stunden beendet sein. In der erhaltenen Flüssigkeit ist in den meisten Fällen bei der sorgfältigsten Untersuchung kein farbiges Blutkörperchen zu finden“ (34 p. 440).
Anzeichen von Vorhandensein von Fibrin beobachtete Smee auch in schwach angesäuertem Hühnereiweiss. Die erhaltenen Niederschläge haben nicht nur unter dem Mikroskop das Ansehen von Fibrin sondern unterscheiden sich vom Blutfibrin auch in chemischer Beziehung nicht, d. h. sie lösen sich in Säuren und Alkalien, aber nicht in Salpeter. In der Folge findet Smee (180 p. 350), dass unter dem Einfluss von Wärme und Sauerstoff aus der Flüssigkeit spinae befidae, wie aus einer alkalischen Lösung von Hühnereiweiss unter der Einwirkung eines Wasserstoffstroms. Fibrin erhalten werde.
Endlich erkennen auch spätere Autoren die Löslichkeit des Fibrins in Salzen an. So fand Kühne (105 p. 166 . der reines Fibrin aus P f e r d e b 1 u t-p 1 a s m a darstellte, indem er letzteres bei 0° sammelte und es bei Zimmertemperatur gerinnen liess (ib. p. 161 — 2). dass ein solches Fibrin in 6—10%-igen Lösungen von Kochsalz, Salpeter. Glaubersalz im Laufe von 24—36 Stunden bei 10° und von 1—2 Stunden bei 4o° sich auflöst! Die erhaltene Lösung gerinne bei 60°. In Chlorwasserstoffsäure 1 —2°on quelle das Fibrin stark auf und löse sich beim Erwärmen; in schwachen Aetznatron- und Ammoniaklösungen löse es sich bei gewöhnlicher Temperatur (ib. p. 165—6). Auch Ileynsius (93 p. 13) findet, dass Fibrin in 4%-iger Chlornatriumlösung bei 45° löslich sei. Ausserdem führt Heynsius auch die Resultate der Arbeiten seiner Schüler an: unter diesen beobachtete Munnich. dass unmittelbar in eine Chlornatriumlösung eingelassenes Meerschweinchenblut nicht gerann, und die Blutkörperchen über Nacht sich an den Boden des Gefässes gesetzt hatten. Nachdem das abgetrennte ganz klare Plasma mit Kochsalz gesättigt worden war. schied es feine Fäden aus, welche sich an der Oberfläche sammelten und sich schwer lösten. Aehnliche Beobachtungen stellte der Autor auch an Hundeplasma an, wobei er bemerkte, dass bei sorgfältiger Sättigung, ausser den Fäden, sich auch Flocken ausschieden, die sich leicht in Salzen auflösten: eine solche Lösun gerann spontan. Ein anderer von Heynsius’ Schülern, van der Horst, führte *(9
CO ciq