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DAS GLOBULIN DEE COAGULIRBAKEN SUBSTANZ DES BLUTES.
sung noch aus Serum durch Einwirkung von Kohlensäure ausgefällt. Dass dieser Niederschlag wirklich Fibrin war, beweise nicht nur der Umstand, dass er alle Eigenschaften desselben besass, sondern auch der. dass die Flüssigkeiten, aus denen er ausgeschieden wurde, nicht mehr gerinnbar waren.
Im weiteren liess Eichwald Blut in 1/5 Yol. concentrirter Natriumsulfatlösung einfliessen, goss das abgestandene Plasma nach G—9 Stunden ab und vermischte es mit 3—4 Vol. halbgesättigter Kochsalzlösung, worauf ein mit dem benutzten filtrirten Plasma gleiches Volum gesättigter Kochsalzlösung zum Gemenge zugesetzt und dann schon ein Kohlensäurestrom durchgeleitet wurde. Eichwald’s Meinung nach, wird das Ausfallen des Seroglobins in diesem Falle durch den Zusatz einer Kochsalzlösung von entsprechender Concentration und Menge verhindert, demgemäss er den erhaltenen Niederschlag für Fibrin ansieht. Letzteres erscheine in sehr schwerlöslicher Gestalt, welche einer solchen des auf gewöhnliche Weise enthaltenen Fibrins entspricht (ib. p. 151—2).
Wenn man das Gesagte erwägt, so erscheint es ganz selbstverständlich, dass Eichwald Denis's Plasmin für ein Gemenge von Seroglobin und „gerinnbarer Substanz“ (ib. p. 153), ansieht, welches er, wahrscheinlich unter dem Einfluss von Denis s Lehre, „lösliches Fibrin“ (ib.p. 15S) nennen möchte. Eichwald glaubt, dass kein Grund vorhanden sei, die Benennung „Fibrinogen“ beizubehalten, da die unter diesem Namen beschriebene Substanz nicht frei von Seroglobin war. Das von ihm erhaltene gelöste Fibrin dagegen gerinne und gebe ein in Salzen unlösliches Product, Fibrin (ib. p. 157). Auf Grund des Dargelegten und infolge weiterer Erklärungen ist Eichwald der Ansicht, dass aus der in Salzen löslichen Substanz während der Gerinnung ein in denselben unlösliches Fibiin entstehe, was er •lurch die Darstellung eines seroglobinfreien reinen Fibrinogens oder löslichen Fibrins darzuthun sucht. Das mit l/6 Yol. Natriumsulfat versetzte filtrirte Blutplasma wird mit dem doppelten Yolum gesättigter Chlornatriumlösung vermischt, wobei ein starker Niederschlag entsteht, welcher mit einer doppelt verdünnten Kochsalzlösung auf dem Filter gewaschen wird (ib. p. 155). Der ausgewaschene Niederschlag, sei in Wasser löslich und besitze die Eigenschaft, spontan zu gerinnen.
Auf diese Art erhielt Eichwald, seiner Meinung nach, seroglobinfreies Fibrinogen oder lösliches Fibrin, da er das Plasma mit einer solchen Lösung fällte, welche Seroglobin in keinem Falle falle (ib. p. 154, 157—8). Andererseits findet er jedoch, dass auch das gewöhnliche, aus Herzbeutelflüssigkeit und auch aus Blutplasma erhaltene Fibrin sich um so besser in Kochsalz löse, je schwächer es ge-îonnen war; im allgemeinen findet Eichwald, dass sogar venöses Fibrin, nachdem es sich in Kochsalz aufgelöst hat, einen, wenn auch unbedeutenden, Rückstand zu-lücklasse (ib. p. IGO). Nichtsdestoweniger giebt Eichwald die Bildung von Fibrin auch im Serum zu, und zwar nicht als secundäre Gerinnung sondern in Gestalt A °j1 Niederschlägen, wobei er als charakteristisches Merkmal für das Globulin Löslichkeit in Salzen, für das Fibrin dagegen Unlöslichkeit in solchen sowie in verdünnter Essigsäure ansieht (ib. p. 46).
Indem Gautier (65 p. 227) von der Löslichkeit des Fibrins in 10%-igem (jldoinatrium als von einer festgestellten Thatsache spricht, führt er dennoch als Bedingung dafür an, dass es der Einwirkung der Luft nicht lange ausgesetzt gewesen sei. Eine Fibrinlösung in Salzen besitze Eigenschaften, die einerseits an Albumin, andererseits an Casein erinnern, und werde zugleich von Magne-siumsulfat. in Substanz gefällt. Zum Beweis der Identität dieser Lösung mit Albu-™1J1 OFäAifim' mit Serum) führt Gautier seine Beobachtungen über die Dialyse von Tibimlösungen an. Die Dialyse wurde fast bis zur vollständigen Entfernung des