﻿214
BAS GLOBULIN BER COAGULIRBAREN SUBSTANZ BES BLUTES.
lösungen von Wasser ausgefällt und wie das Fibrin allmalig in 5—10%-iger Chlor-natriumlösung und verdünnten Säuren unlöslich. Einen Unterschied zwischen dem Fibrinogen und dem Seroglobin sieht er nur darin, dass 16%-ige Chlornatriumlö-sung nur concentrirte Seroglobinlösungen fällt, während das Fibrinogen von derselben Lösung auch aus verdünnten Lösungen ausgefällt wird; gleicherweise werde eine Fibrinogenlösung durch Kochsalz im Ucberschuss ganz ausgefällt, eine Seroglobinlösung hingegen nur teilweise; ferner schlage Kohlensäure das Fibrinogen aus einer Salzlösung nieder, das Seroglobin dagegen unter gleichen Umständen nicht. Dabei erwerbe das ausgefallene Fibrinogen allmälig die Löslichkeit des Fibrinogens: es werde schwerlöslich.
Um reines Fibrinogen zu erhalten, dialysirte Hammarsten eine Lösung gewöhnlichen Fibrinogens in Salzen gegen 0,006—0,003°/o-ige Aetznatronlösung, wobei das Fibrinogen leichtlöslich wurde, aber seine Gerinnungsfähigkeit einbüsste. An derselben Stelle empfiehlt Hammarsten, um Fibrinogen zu erhalten, das Blut nicht in lj5, sondern in i/k Vol. Magnesiumsulfat eintiiessen zu lassen und dann das Plasma auf gewöhnliche Weise zu fällen.
Schmidt aber (169 p. 14—5), der in dem chemischen Charakter der vorliegenden Substanzen keinen Unterschied sah und die elective Bedeutung von Hammar-sten’s Methode nicht anerkannte, schlug gleiche Darstellungsmethoden für das Fibrinogen und für das Globulin vor. Es ist interessant, dass er diese Methode bei dem Ueberschlag seiner langjährigen Untersuchungen giebt. Das Verfahren besteht in f olgendem: 1) vorsichtiges Zugiessen von Alkohol bis zur Trübung, wobei nach 2 Tagen Niederschläge erscheinen sollen; 2) Verdünnung der Flüssigkeit mit 15 7ol. Wasser und Durchleitung von Kohlensäure oder Ansäuern mit irgend einer Säure^ (z. B. 1.35 Cc. 25%-iger Essigsäure zu Ochsenserum). Diese Methode sei. tür die Darstellung von Seroglobin zweckmässiger: 3) Sättigung der Flüssigkeit mit Kochsalz; 4) Neutralisation und nachherige Dialyse der Flüssigkeit in dünnen Schichten im Laufe von 3— 10 Stunden, wobei das Wasser alle 1/a—1 Stunden gewechselt wird. Durchleitung von Kohlensäure durch die Flüssigkeit oder, je nach der Dauer der Dialyse, Verdünnung derselben mit Wasser (169 p. 13—14) befördere die Bildung und Verstärkung der Niederschläge.
Gleichzeitig mit diesen Abscheidungsmethoden des Fibrinogens schlägt Gle-naul (71 p. 17) wieder die alte Methode: Abstehen des Blutplasma in den Blutgefässen vor. Glenard unterband bei Einhufern ein Blutgefäss in 2 Stellen und trennte das Plasma nach dem Abstehen der Blutkörperchen ab. Fredericq (57 p. -°) pUifte die Darstellungsmethoden des Fibrinogens mit Hilfe von Salzen, indem ei das Blut in die von Burdon-Sanderson (22 p. lob) vorgeschlagenen Abkühlungsge-fusse sammelte, und auch Hewson’s (AkV 75—80 p. 171), von ihm fälschlich GlenarcFs, y.57 p. 73) benanntes A erfahren. Seine besondere Aufmerksamkeit wandte Fredericq Hewson s A erfahren zu. Einem Pferde, welches durch einen Schlag mit dem Hammer auf den Kopf betäubt worden war, wurde in 2 Stellen rasch eine der Jugular-venen unterbunden, wonach das Tier mit einem Fieischermesser über dem Griff des Li ustknochens in der Pachtung zum Herzen erstochen, und das austiiessende Blut m Gefässe gesammelt wurde. Dann erst wurden die unterbundenen Arenen herausgeschnitten (ib. p. 74). Nach der Abtrennung des Plasma nach dem zuletzt erwähnten ei alu en maass Fredericq die Temperatur, wobei er schrieb: „Ich entdeckte“, dass das auf obige AVeise erhaltene Plasma bei 56° C. gerinnt“ (ib. p. 75) J)- Fredericq
) »••••• j’ai découvert: C'est sur du plasma obtenu à 1 aide du troisième procédé, que j'ai dé-
couvert la propriété qu’offre le tibrinogène de se coaguler par la chaleur à une temperature rela-