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DAS GLOBULIN DER COAGULIRBAREN SUBSTANZ DES BLUTES.
Später fing Hammarsten (83 p. 568), um reines Fibrinogen darzustellen, das Blut in Magnesiumsulfat im Verhältnis 3 : 1 aut (ib. p. 564) und fällte das bibrino-gen nach dem Abstehen des Plasma mit dem gleichen \ olum gesättigter Kochsalzlösung. Der Niederschlag wurde auf mehreren Filtern gesammelt, zusammen mit diesen zwischen frischem Fliesspapier abgepresst und in 8°/0-iger Chlornatriumlösung aufgelöst, wobei von letzterer */, des anfänglichen Volums des Magnesiumsulfats (ib. p. 565) genommen wurde. Fällung und Auflösung werden bis 3-mal vorgenommen, und wird das Fibrinogen schliesslich in destillirtem Wasser aufgelöst. Bei der weiteren Behandlung wäscht Hammarsten den mit Kochsalz aus dem Gemenge von Plasma und Magnesiumsulfat erhaltenen Niederschlag zuerst mit gesättigter Kochsalzlösung (ib. p. 581). Zur Darstellung des Fibrinogens bediente er sich des abgekühlten und abgestandenen Plasma, welches er ebenfalls mit dem gleichen Volum gesättigter Kochsalzlösung fällte. Im weiteren operirte Hammarsten, wie oben dargelegt (ib. p. 577). Schliesslich benutzte er zum Sammeln des Plasma auch Hewson-Gautier’s Verfahren (p. n. 172 u. 210).
Wenn Hammaisten einerseits über den Unterschied zwischen dem Fibrinogen und dem Seroglobin keine Angaben liefert, finden wir andererseits bei ihm Hinweise genug auf die Identität der Eigenschaften des Fibrins und des Fibrinogens und zwar nicht nur in chemischer Beziehung. So beobachtete Hammarsten (84 p. 433), dass das aus Salzlösungen mit gesättigter Kochsalzlösung ausgefällte Fibrinogen nach dem Abpressen zwischen Fliesspapier eine zähe elastische Masse vorstellte, welche beim Zerreissen durchsichtige Häute bildete. Diese Eigenschaften sollen nicht nur dem nach Hammarsten’s Verfahren dargestellt Fibrinogen, sondern auch dem aus abgestandenem Pferdeblutplasma und mit gesättigter Kochsalzlösung gefällten Fibrinogen gehören (ib. p. 432). Auch durch Fällung von Salzlösungen gereinigten Fibrins mit Wasser werde eine zähe faserige Masse erhalten, welche in den gewöhnlichen Lösungsmitteln des Globulins sich schwer löst, wobei zwischen ihm und dem Fibrin jeder Unterschied verschwinde (ib. p. 433). Endlich bestehe auch in dieser Beziehung zwischen dem Fibrin und dem Fibrinogen einerseits und dem Seroglobin andererseits kein Unterschied, da letzteres ebenfalls in Gestalt zäher, elastischer Fäden erhalten w erden könne. Man könne sich leicht davon überzeugen: es genüge den durch Einwirkung von Kohlensäure auf 10-fach mit Wasser verdünntes Serum ausgeschiedenen Niederschlag auf dem Filter zu sammeln und 4—24 Stunden in feuchter Luft liegen zu lassen; im Laufe dieser Zeit verwandele sich der Niederschlag, in welchem natürlich ein jeder typisches Serumglobulin anerkennen muss, in eine halbdurchsichtige, dehnbare und beim Zerreissen Fäden bildende Masse. Diese Erscheinung wurde zuerst von A. Schmidt im Jahre 1872 (167 p. 432) beobachtet.
Nach dem Trocknen der Salzlösung im luftleeren Kaum über Schwefelsäure und der A erreibung zu Pulver erhielt Hammarsten ein ganz unlösliches, mit den Eigenschaften des Fibrins ausgestattetes Fibrinogenpräparat (ib. p. 432). welches, diesem Forscher nach, in 5—10%-iger Kochsalzlösung unlöslich sei, aber in Salzsäure 1%0 und in l/100 Normalätznatronlösung aufquelle und allmälig sich autiöse (84 p. 448 und 83 p. 615).
Bemerken wir hier gleich, dass Frederieq (59 p. 461), der von Allchin’s (p. n. 209) Beobachtungen nichts wusste, behauptet, es sei ihm gelungen einen aus Plasma durch Sättigung mit Kochsalz erhaltenen Niederschlag—Denis’s Plasmin—im trocknen Zustande beinahe 2 Jahre lang aufzubewahren, ohne dass das Präparat seine Löslichkeit in Salzen eingebüsst hätte.
Doch hält auch Hammarsten es für nötig der Vorstellung vom Fibrin gewisse Grenzen anzuweisen (85 p. 437) und giebt in dieser Hinsicht alle diejenigen