﻿DAS GLOBULIN DEE COAGULÎRBAREN SUBSTANZ DES BLUTES.
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Formen des Fibrins zu. welche schon im Jahre 1859 von Denis vorgeschlagen worden waren, obgleich er sagt, Denis habe nur 3 verschiedene Fibrinarten zugegeben^ (ib. p. 438). Hammarsten nimmt gewöhnliches Fibrin an, indem er es mit Denis’s festem verändertem Fibrin (fibrine concrète modifiée) für identisch erklärt. In diesem durch Auswaschen und Auspressen in Wasser oder in Salzlösungen erhaltenen Fibrin giebt Hammarsten die Gegenwart von Formelementen zu, demzufolge reines Fibrin entweder aus filtrirten Transsudaten oder filtrirtem Pferdeblutplasma erhalten werde. Dm grosse Mengen reinen Fibrins zu erhalten, empfiehlt der Autor das Pferdeblut in gesättigter Kochsalzlösung aufzufangen, damit das Plasma mit einem circa 4%-igen Kochsalzgehalt sich abscheide. Das abfiltriite Plasma sei ganz trei von geformten Elementen, bilde mit Wasser bei 40° einen sehr rasch erscheinenden Niederschlag, natürlich von Fibrinogen, wie der Leser meinen könnte.— von Fibrin, wie Hammarsten schreibt ').
"Wie objectiv der Historiker sicli auch verhalte, es giebt dennoch auch darin gewisse Grenzen... Das Material, die Darstellungsweise weisen auf Globulin hin. Hammarsten wünscht jedoch diesen Niederschlag Fibrin zu nennen, was um so seltsamer ist, als er selbst früher zugegeben hatte, dass auch das Fibrinogen in Gestalt von Fäden und als unlösliche Substanz erscheinen könne! Das ist eins der vielen Beispiele, wenn der Historiker der Prote'insubstanzen nicht nur von den Autoren gelieferten Thatsachen. sondern sogar unter dem Einfluss unbekannter Gründe gezogenen Schlüssen Rechnung zu tragen hat!
HammarsteiFs Worten nach, wäre dieser Niederschlag weder in 5—-10°/o-iger Kochsalzlösung noch in Ghlorwasserstoffsäure 1%0, oocli auch in Aetznatronlösung 0,5 —1%0 löslich 2).
So schreibt Hammarsten die Bildung der zähen Flüssigkeit, die bei der Auflösung des Fibrins. Denis's fibrine concrète globulaire (p. n. 202) genannt, in 10% Kochsalzlösung (85 p. 441 und 449) entsteht, der Gegenwart lymphoïdaler Zellen zu, übergeht aber mit Schweigen, ob das Fibrin selbst löslich sei! Was das aus filtrirtem Pferdeblutplasma erhaltene Fibrin anbetrifft, so löse es sich nach mehr oder weniger langer Zeit in Kochsalz, wobei aber die Lösung nicht dickflüssig ist (ib. p. 448).
Endlich giebt Hammarsten zugleich mit Denis auch das Vorhandensein von „fibrine concrète pure“ zu: obgleich es ihm an eigenen Beobachtungen fehlt (ib. p. 4-19 — 50), erwähnt er solcher Fälle, wo „nicht ganz typisches Fibrinogen“ leichtlösliches Fibrin gegeben hatte! Ferner bemerkte Hammarsten, dass eine solche Fibrinogenlösung, in welche vorher Seroglobin eingetragen worden war, löslicheres Fibrin gab; ausserdem glaubt er. dass infolge der Gegenwart von Lecithin, welches immer das Seroglobin begleitet, sich Neurin gebildet haben mochte, welches der Auflösung des Fibrins stets förderlich sei. Doch soll, wie Hammarsten selbst be-nierkt, solches auch an arteriellem Fibrin beobachtet werden, was aber nicht der Fall ist (ib. p. 452). Andererseits machte vorsichtiger Zusatz einer unbedeutenden
*) „Sehr’geeignet zur Gewinnung von grösseren Fibrinmengen ist das durch Aufsammeln von Pferdeblut in gesättiger Kochsalzlösung gewonnene, etwa 4°/o XaCl enthaltende Pferdeblutplasma. Dieses, nach der Filtration völlige klare und von körperlichen Elementen ganz freie Plasma liefert nach dem Verdünnen mit Wasser von etwa + 40u C. sehr bald eine reichliche Menge Fibrin, welches durch Schlagen von ganz typischer, faseriger Beschaffenheit erhalten tvird. Dieses Fi-
brin {!?) verhält sich zu den' gewöhnlichen Pöea-gentien wie das typische, durch Schlagen aus dem arteriellen Blute gewonnene Fibrin, d. li. Avie der von Denis, als „fibrine concrète modifiée“ be-zeiclmete Faserstoff“ (85 p. 439—40).
G „In Kochsalzlösungen von 5—10% XaCl, in sehr verdünnter Salzsäure, 0,l°/o HCl, oder Natronlauge, 0,05—0,1% XaX), löst es sich bei Zimmenvärme im Laufe von mehreren Tagen nicht merkbar auf“ (85 p. 441).
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