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Î)AS GLOBÜLIN DÈR COÀGÜLÎRBÂÈEN SUBSTANZ DÈS BLÜTËS.
Alkalimenge zu einer Fibrinogenlösung es Hamarsten möglich ein sehr leichtlösliches Fibrin zu erhalten, welches dem reinen Fibrin—fibrine concrète pure—von Denis, wie Hammarsten meinte, entsprach. Das auf die soeben beschriebene Art erhaltene Fibrin löst sich in 5%-iger Chlornatriumlösung im Laufe von 4—5 Stunden bei 40° (ib. p. 453) auf. Einen solchen Einfluss des Alkali fand Hammarsten auch in Bezug auf das Fibrin des Plasma. Den Unterschied in der Löslichkeit des auf diese oder jene Art erhaltenen Fibrins erklärt Hammarsten im allgemeinen durch den Einfluss äusserer Umstände *) (85 p. 45G).
Hannnarsten’s Untersuchungen, sowie die Hartnäckigkeit, mit der er darauf bestand, dass er in Wirklichkeit nur von Seroglobin ganz freies Fibrinogen erhalten hatte, würden zu der Annahme berechtigen, dass solches, wenn es nur wirklich Fibrinogen war, bei den Gerinnungsversuchen u. dergl. vollständig in Fibrin übergehen konnte. Es erweist sich jedoch, dass in Bezug auf HammarsteiFs Fibrinogen dasselbe gesagt werden müsse, was schon hinsichtlich Denis’s Plasmin anerkannt worden war, nämlich dass sowohl das Plasmin als auch das Fibrinogen beim Ueber-gang in Fibrin einen Teil ihrer Substanz, wenn ich mich so ausdrücken darf, in der Lösung zurücklassen.
Gleich Schmidt (168 p. 119) und Fredericq (58 p. 35), gewann auch Hammarsten, was noch interessanter ist, durch quantitative Bestimmungen die Ueber-zeugung, dass die Menge des Fibrins immer geringer als die zum Versuch genommene Fibrinogenmenge ist 2). Ueberzeugt, nur Fibrinogen vor sich zu haben, stellt Hammarsten an sich die Frage, was denn aus dem Teil des Fibrinogens geworden sei, welcher nicht zur Bildung von Fibrin gedient hat. Seinem Wunsch oder seiner Meinung gemäss erweist es sich, dass es kein Fibrinogen ist, da nach der Abtrennung des Fibrins die Flüssigkeit nicht mehr gerinnt (weder durch Serum noch durch Seroglobinzusatz) und auch bei 56° nicht, was der Fall sein würde, wenn dieser Rest Fibrinogen vorstellte. Fügen wir hinzu, dass Hammarsten ausser Acht gelassen hatte, dass schwache Fibrinogenlösungen sich anders als concentrirte verhalten! Der in Lösung gebliebene Körper gerinnt bei 64°, fällt aus diesem künstlichen Serum durch Sättigung mit Kochsalz aus, löst sich wieder in Wasser auf. aus welchem es mit gepulvertem Kochsalz oder Magnesiumsulfat ausgeschieden werden kann. Diesem Körper erkennt Hammarsten alle Eigenschaften des Globulins zu, welches, seiner Ansicht nach, im Moment der Bildung des Fibrins aus dem Fibrinogen entstanden ist (85 p. 465). Im Hinblick darauf, dass ein solcher Körper auch bei der Blutgerinnung erhalten werden muss, muss das normale Serum einen solchen neben dem Seroglobin (Paraglobulin), von dem er nur durch die Gerinnungstemperatur sich unterscheidet, ebenfalls enthalten: das Seroglobin gerinnt bei 75°, Hammarsten’s Globulin—bei 64°. Da es diesem Autor nicht gelungen war das Seroglobin in Globulin zu verwandeln, welches bei 64° gerinnt, so glaubte er, dass sein neues Globulin ein selbständiger Körper sei, welcher neben dem Seroglobin im Pferdeblutplasma vorhanden ist, mit welchem er bei der gewöhnlichen Darstellungsart des Seroglobins aus Serum, nämlich durch Verdünnung mit Wasser und Fällung mit Essigsäure, gleichzeitig ausfällt (85 p. 465).
9 »I9 * 11 dem Vorigen habe ich von verschie-
denen .Fibrinmodifikationen gesprochen, deren
Verschiedenheiten von Verunreinigungen oder wechselnden äusseren Versuchsbedingungen herzuleiten sind“ (85 p. 456).
:) „In meiner ersten Abhandlung über die Blut-
gerinnung habe ich einige quantitative Versuche mitgetheilt, welche sämmtlich zeigen, dass die Menge des bei der Gerinnung entstandenen Fibrins stets kleiner als die Menge des in Arbeit genommenen Fibrinogens ist“ (85 p. 459).