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DAS GLOBULIN DER COAGULIRBAREN SUBSTANZ DES BLUTES.
nicht der Fall, und seien die Erklärungen dieser Erscheinung gar zu hypothetisch und entbehren jeglicher factischen Grundlage (s. dieselbe Anmerkung).
Wooldridge (192 p. 585) findet seinerseits in dem Blutserum von Hunden und Schafen Fibrinogen: er hält den aus dem Serum mit verdünnten Säuren ausgeschiedenen Niederschlag dafür und nennt denselben „Serumfibrinogen“ (!).
Der Löslichkeit des Fibrins in Salzen wird von einigen Autoren, die mit der Geschichte und. den Eigenschaften des Fibrins bekannt sind, auch in Lehrbühern Erwähnung gethan, so z. B. in Gamgee's (61p. 36). Unter den späteren Autoren beobachtete Halliburton die Löslichkeit des Fibrins in Salzen (78 p. 149). Ochsenfibrin wurde zuerst mit Wasser, darauf, behufs Entfernung des Seroglobins, mit 10%-iger Kochsalzlösung gewaschen und dann in 2 Borzionen mit 10%-iger Kochsalzlösung und 5%-iger Magnesiumsulfatlösung übergossen. Um der Fäulniss vorzubeugen, setzte man zu der Flüssigkeit Thymol zu. Nach 2 Tagen hatte sich ein grosser Teil des Fibrins gelöst, wobei die Flüssigkeit etwas opalescirte und beim Kochen einen ziemlich reichlichen Niederschlag ausschied. Als Gerinnungstempera-tur für die Lösungen in Kochsalz fand Halliburton 57—69°,- in Magnesiumsulfat 66—75° (78 p. 149).
Zu gleicher ' Zeit fand auch Green (74 p. 373), dass das Fibrin von Kalbern und Schafen, nach sorgfältigem Waschen .allmälig immer wieder neue Mengen Proteinsubstanz einer neuen Chlornatriumlösung abgab. Die erhaltenen Lösungen, gerannen beim. Kochern Vollständige Auflösung erfolgte in 32—35 Tagen. Analoge Resultate erhielt Green bei der Benutzung von 5—8°/0-iger Salzlösung, wobei der Process schneller als mit 10-iger von statten ging. Die Möglichkeit, dass -f äulniss eintrete, leugnet Green ab. Er unterwarf die Fibrinlösungen der Dialyse, wobei sich ein Niederschlag-.ausschied, und am Ende des 10 Tages in der Flüssigkeit keine. Protemsuhstanz mehr zurückgeblieben war. Auch Magnesiumsulfat fällte -düs Fibrin aus dessen salinen Lösungen aus; der Niederschlag in der Diflusions-zelle löste sich in 1%-iger Kochsalzlösung nicht vollständig auf; was sich aber in einer solcher Lösung nicht auliöste, das löste sich in einer 10%-igen, wobei der in der 1%-igen Kochsalzlösung lösliche Teil bei 56°, der in der 10%-igen lösliche bei 59	60° gerann. Dieser einzige wesentliche Unterschied erklärt sich leicht
durch die Mengenverhältnisse des Salzes, die Quantitäten der Proteinsubstanz u. dergl. (s. Kap. XI—über den Einfluss der Wärme; 139 p. 459).
Interessant ist folgendes: in Schmidt's Laboratorium goss Schwartz (174 p. 6), narb Samson-Himmelstierna's f orgelien (157 p. 15), in der Kälte abgestandenes und .abfiltrirt.es Pferdeplasma in 70 Yol. (Himmelstjerna,—in 80 Yol.) Eiswasser und ei kannte in dem nach 24 Stunden erhaltenen Niederschlag, im Verein mit Krüger (104 p. 189), Leukocvten und Seroglobin, während Himmeistjerna nur Leukocyten gesehen hatte. Sowohl der Charakter des Processes als auch das oben Dargelegte zeugen .dafür, dass hier hauptsächlich fibrinogen und erst in zweiter Linie Paragiobulin (Seroglobin;, und zwar in geringer Quantität, erhalten wurde. Endlich führt Limbourg ')
AVir raten dem Leser sich nicht zu wundern, wenn er nach dem soeben angeführten Satze bei Hammarsten gleich den folgenden liest: Seitdem es bewiesen (?!) worden ist, dass bei der Gerinnung sämmtliches Fibrinogen verbraucht wird P!) und seitdem wir weiter gesehen haben, dass die R e 1 a ti o n zwischen (?!) Fibrinogen und Fi-•brin eine w e c h s;e lnde, von mehreren Umständen abhängige sein kann, dürfte man vielleicht auch Anhaltspunkte für eine Erklärung der Wir-
kungsweise des Paraglobulins bei der Gerinnung finden“ (85 p. 482).
') Obgleich Limbourg Haen, Scheidemantel und Arnold als solche Autoren nennt, welche auf die Löslichkeit des Fibrins hingewiesen haben giebt er jedoch nicht an, wo er diese Keuntniss erworben hat. Uns scheint, als habe er sie Zimmermann entnommen (p. u. 187). Mit literarischen Angaben kargt er überhaupt.