﻿DAS GLOBULIN DER COaGULIRBAKEN SUBSTANZ DES BLUTES.
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(117 p. 450) interessante Thatsachen über die Löslichkeit des Fibrins in verschiedenen chemischen Agentien an. Zu seinen Versuchen bediente er sich Schweineblutfibrins. da er fand, dass es löslicher sei als Rinderblutfibrin ‘), obgleich dieses sich leicht in Harnstoff löse. Gut ausgewaschenes Fibrin wurde in concentrirte Lösungen von Alkali- oder Erdalkalisalzen und gewissen organischen Verbindungen eingetragen, wobei das Fibrin nach starkem Aufquellen in Lösung überging. Die neutral reagirende Flüssigkeit von unangenehmem Geruch hatte im ganzen die Reaction der Proteine, d. h. gab in der Wärme, durch Säuren, Metallsalze u. s. w., sowie bei Sättigung mit Kochsalz oder Magnesiumsulfat. Fällungen (ib. p. 453). In der gelösten Substanz fand Limbourg die Eigenschaften des Globulins. Um das Fibrin aufzulösen, brachte man es in das 8-fache Vol. gesättigter Kalisalpeterlösung. Schon am folgenden Tage zeigte sich deutliche Reaction auf Protein. Nach 4 Tagen hatte sich fast sämmtliches Fibrin aufgelöst, wobei die Lösung zwischen 58—56° gerann; doch beobachtete man im Filtrat noch eine zweite Gerinnung zwischen 71—76° (ib. p. 454). Ausser mit Kaliumnitrat ging die Auflösung auch mit Lösungen von Chlorkalium, Ammoniumnitrat. Brom- und Iodkalium glatt von statten. während concentrirte Ammoniumsulfat- und Magnesiumsulfatlösungen das Fibrin garnicht lösten. Was concentrirte Chlornatrium- und Chlorammonium-, Kaliumsulfat- und Natriumsulfatlösungen anbetrifft, so sei deren Einfluss ein unbedeutender (ib. p. 454). Als besonders starkes Lösungsmittel erweise sich Harnstoff. Mit einigem Erfolg wurden auch Rohr- und Milchzucker angewandt. Was den Concentra-tionsgrad der Salze, von denen das Fibrin aufgelöst wird, anbetrifft, so bewege sich derselbe in sehr weiten und dazu für jede Substanz verschiedenen Grenzen; unstreitig wirken Kalisalpeter und Harnstoff am besten in concentrirten Lösungen.
Diese Beobachtungen veranlassen Limbourg zu der Behauptung, dass in den von ihm beschriebenen Fällen die Löslichkeit des Fibrins in Salzen diesen und nicht, wie man, Hammarsten’s Meinung nach, hätte annehmen können, dem Neurin zuzuschreiben sei. Gleich Green geben auch Hermann und Limbourg den Einfluss von Fäulniss in diesem Fall nicht zu (ib. p. 456). Indem Limbourg an sich die Frage richtete, in was das Fibrin nach der Auflösung sich verwandle, ob die Substanz, aus der es sich gebildet hatte, wiederhergestellt werde, konnte er nach Hoppe-Seyler’s (99 p. 457). Haserbrock’s (86 p. 353). Hermann’s (89 p. 521) und Green’s (p. n 220) Vorgehen auf Grund seiner Versuche über die Gerinnung, ein solches Fibrinogen, aus welchem das gelöste Fibrin entstanden war, hier nicht anerkennen. Die Auflösung ging bei erhöhter Temperatur besser als bei niedriger vor sich. So löste sich das Fibrin in concentrirter Kalisalpeterlösung bei 40° im Laufe von 18 Stunden auf, während bei niedriger Temperatur am anderen Tage erst Aufquellen beobachtet wurde.
Bemerken wir, dass sowohl Haserbrock (86 p. 353) bei der Pepsinverdauung, als Hermann (89 p. 521) bei der Pancreasverdauung des Fibrins im ersten Verdauungsstadium Globulin fanden. Schliesslich schied Babcock (12 p. 64—65) bei blossem Gentrifugiren von Milch eine faserige Substanz aus, welche alle Eigenschaften des Blutfibrins zeigte.
Fügen wir noch hinzu, dass Dumouthières (50 p. 516) den Niederschlag, den er durch Sättigung der Flüssigkeiten, welche sich bei der Bauchwassersucht und einer Cyste gebildet hatten, mit Magnesiumsulfat bei 30—40° erhielt, Gannal’s Hydropisin dp. n. 204) nannte. Der erwähnte Niederschlag musste sowohl Fibrinogen als Globulin enthalten (A'.Y 4S — 60 p. 153). Arthus (10 p. 394) studirte das Verhalten
0 Dem Autor ist eine analoge FeolueLteng- Lehmann’s (p. n. 194) unbekannt,