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DAS GLOBULIN DER OOAGULLRBAREN SUBSTANZ DES BLUTES.
Rinden hat. dass dus Trombosin und das Fibrinogen dio gleiche elementare Zusammensetzung und das gleiche Dreliungsvermögen besitzen, so dass an deren Identität nicht zu zw eifein sei. und dass das Lilienfeld'sche Fibrin nichts anderes, als ein«' Iibrinogenkalkverbindung sei, die in salzarmen und schwach alkalischen Flüssigkeiten unlöslich ist. Nach Kossler s & Pfeiffer’s Ansicht (103 p. 8) sei die gebräuchliche Fibrinbestimmungsmethode zu umständlich und fehlerhaft. Das von ihnen aus-geaibeitete \ erfahren besteht in Folgendem. Das Blut wird direct aus der Vene in ein Messgefäss eingelassen, in welchem sich eine Kaliumoxalatlösung befindet— auf 100 Cc. Oxalatblut ca. 5 Cc. 4% Oxalatlösung. Das Oxalatblut wird abgemessen, centrilugirt und der N-gehalt in dem gewonnenen Plasma nach Kjeldahl ermittelt. Beye (153 p. 27) meint, dass das Fibrinogen durch 28%-ige Sättigung mit Ammoniumsulfat von den anderen Globulinen des Plasma sich trennen lasse.
i Vollständigkeit halber fügen wir noch Lewinski’s Angaben (113 p. 613) hinzu. In dem Oxalplasma wurde der Gesammtstickstoff nach Kjeldahl, das Fibrinogen und das Seruiralbumin bestimmt, das Fibrinogen durch Sättigung mit Kochsalz gc-fällu während die Globuline durch Sättigung mit Magnesiumsulfat bei 37° ausgeschieden wurden. Doyon, Morel & Peja (48 p. 98) empfehlen zur Fibrinogenbestimmung die Verwendung von verdünnter Essigsäure—1 Cc. Eisessiglösung 1:10 auf 1 2 Cc. liuoridplasma. Gautier (68 p. 1068), der Melsens’s (.V.V 48—60 p. 119) Versuche über die Fällung des mit Wasser verdünnten Hühnereiweisses durch die Gase: Ob. FF, N2 und CL wiederholte, stimmt Melsens nicht bei. dass der Niederschlag aus Albumin bestehe, sondern glaubt, dass in diesem Falle sich Fibrin bilde; dies veranlasst ihn im Hühnereiweiss die Existenz von Ovofibrinogen anzunehmen.
Das Studium der Geschichte der uns gegenwärtig interessirenden Körper hat uns keinen unterschied in den chemischen Reactionen des Fibrinogens, des Fibrins und des Globulins, z. B., des Seroglobins, erkennen lassen, mit Ausnahme der Eigenschaft. welche anscheinlich nur dem Fibrinogen gehört, aus der Mutterlauge sich auszuscheiden (zu gerinnen), anders gesagt, in derselben unlöslich zu werden! V i e es scheint *), ist weder in Bezug auf die natürlich vorkommenden Lösungen des Seroglobins noch in den künstlichen—des Fibrins etwas Aehnlichesbeobachtet worden. Die Identität der chemischen Reactionen der genannten Körper sogar in den geringsten Einzelheiten wird eine vollständige, wenn die ungünstigen Momente, welche die Gewinnung genannter Körper begleiten, beseitigt, besonders aber wenn diese unter analoge Bedingungen gebracht, worden sind.
G e w i n n u n g des Fi b r i n s ,, i m reinen Zust a nde“. 1. Das entfärbte B 1 u t g o a g u 1 u m oder so g. g e w ü h n 1 i c h e F i b r i n. Es muss vor allem gesagt werden, dass d a s a u f g e w ö h n 1 i c h e Weise g e w o n-n e n e F i b rin streu g g e n o m ni e n le e i n ,, F i b r i n " ist, d a d a s a u f d i e s e Art aus g a n z e m Blute erhaltene eine grosse Anzahl r o t e r B 1 u t k o r p e r c h e n u n d e i n e kleine A n z a h 1 Leukocyte n e n t h ä 11! Unsere zahlreichen Beobachtungen erlauben uns in dieser Beziehung folgende Regel aufzustellen: je ruhiger die Blutgerinnung vor sich gegangen, je geringer die Anzahl der einzelnen Gerinnsel ist, desto mehr Stromata finden wir im Fibrin. Ganz recht hatten Mandl, Delaharpe, Scherer u. a. (p. n. 186—7), als sie auf die Gegenwart von Stromata der roten Blutkörperchen im Fibrin, wie es auf
' ) A\ ir begnügen uns liier mit den Worten in derselben Flüssigkeit—der Mutterlauge, aus „wie es scheint“, da sowohl eine natürlich vorkom- der es ausgeschieden wurde sich wieder auflöst. Nä-nieiulc (.dobiiliuiösung eine derartige Krscheinung hen - darüber im folgenden Bande nie eres Werkes, lin.rbietet als auch uusgesehiederms Fibrin sieh