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das GLOBULIN PER COAGULIRRAKEN SUBSTANZ DES BLUTES.
gewöhnliche Weise erhalten wird, hinwiesen. Sehr irrig wäre die Meinung, als befänden sich die morphologischen Elemente des Blutes bei der Gerinnung desselben in Zelle n, welche durch Kreuzung der F i b r i n f ä s e r c h e n im Coagulum gebildet werden, und als würden beim Waschen des Coagulums ganze, unzerstürte Körperchen aus diesen Zellen ausgewaschen. In Wirklichkeit verhält sich die Sache-ganz anders. Schon Villard (p. n. 175) schrieb, dass das Blutcoagulum einen schwammartigen Körper vorstelle, in dessen ganzer Masse die Blutkörperchen eingefügt sind. In der That schliesst das Blutcoagulum alle Blutkörperchen ein. und werden bei dem Setzen desselben die Blutkörperchen insgesammt und ein jedes einzelne immer dichter und dichter von der ununterbrochenen Fibrinmasse eingeschlossen. Um die Beziehung zwischen den Blutkörperchen und dem gallertartigen Zustande des Fibrins im Blutcoagulum anschaulicher zu machen, empfehlen wir eine warme Gelatinelösung, besonders eine mit 1—2%-iger Chlornatriumlösung bereitete, in verschiedenen Verhältnissen mit defibrinirtem Blut zu vermischen; nach sorgfältiger aber vorsichtiger Vermengung wird die Flüssigkeit zu Gallerte. Das Verhältnis der Gelatine zu den Blutkörperchen erinnert an dasjenige des Fibrins zu den Blutkörperchen im Coagulum. Wird dann das Gelatinecoagulum in Weingeist- eingetragen, so erinnert das Setzen desselben unter Bildung einer dichteren intracellulären Masse an das Setzen des Blutcoagulums. Wie bei letzterem, so 'ordert auch im vorliegenden Falle das Abpressen zwischen den Händen das Setzen im allgemeinen und im einzelnen die Bildung von Falten, Bissen, Umstülpungen der Bänder der Bisse und der gl., worauf Virchow zuerst hinwies (p. n. 190—1). Selbstverständlich verlassen die Blutkörperchen, infolge der Bisse und Spalten in der sie umgebenden Masse, wo nur möglich, das Coagulum. Offenbar enthält das Coagulum von ruhig geronnenem Blute die grösste Menge Blutkörperchen, eine geringere, wenn das Blut mit einem einzigen Beis geschlagen und das Fibrin mit demselben aufgefangen wird, eine noch geringere beim Schlagen des Blutes mit einem Bündel von Reisern, besonders wenn nicht kreisförmige sondern pendelartige Bewegungen ausgeführt werden, oder wenn mit der Hand manipulirt wird, wie Denis anempfahl (p. n. 197). Im letzteren Fall wird das Blut in weiten Gefässen aufgefangen und während des Einfliessens lebhaft mit der Hand geschlagen. Ungeachtet der verhältnissmässig kleinen Flocken enthält auch das auf diese Weise erhaltene Fibrin eine bedeutende Menge Blutkörperchen.
Sehr naiv wird gewöhnlich empfohlen sogleich nach der Gewinnung des Coagulums dasselbe auf irgend eine Art behufs Entfernung der B1 u t-k örperclie n m i t W a s s e r zu wasche n! Zu diesem Zwecke rät man entweder die zerkleinerten Stückchen des Coagulums von ruhig geronnenem ßlut auf Leinwand oder in ein Säckchen zu bringen und unter einem Wasserstrahl, oder, tails man grössere Stücke vor sich hat, dieselben unmittelbar in Was-ser, Wfiches gewechselt wird, zu waschen. Bei all diesen Operationen wird das Fibrin odei, besser gesagt, das Blutcoagulum weiss; doch will das noch nicht heissen, dass demselben auch die entfärbten Stromata der roten Blutkörperchen und auch die n uigen geformten Elemente entzogen sind! Unmittelbare mikroscopische Beobachtungen zeigen, dass beim Auswaschen des Coagulums mit Wasser der Farbstoff von aiesem leicht mitgerissen wird, das Stroma aber zurückbleibt (,V.V 61 —7 p. 17).
ätbung mit verschiedenen in der mikroscopischen Technik gebräuchlichen Pigmenten beweist noch besser, dass beim Auswaschen des B 1 u t coagulums mit Wasser, auf welche Weise jenes auch erhalten w o i d en s e i. v or n e h m lieh der Blutfarbstoff und hauptsäch-1 c h d u r c h Diffusion entfernt w i r d! Übrigens kann man auch, abge-