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DAS GLOBULIN DER COAGÜLlRBAREN SUBSTANZ DES BLUTÉS.
6) Herzbeutelflüssigkeit endlich, wie auch die übrigen fibrinösen Flüssigkeiten, deren wir schon bei der Darstellung des Fibrins erwähnten, wird auch mit Kochsalz gesättigt, wobei der sich auscheidende, aus Fibrinogen bestehende Niederschlag sich leicht in Wasser löst und durch wiederholtes Ausfällen mit dem betreffenden Salze gereinigt wird.
Das in den genannten Fällen erhaltene Fibrinogen löst sich in Salzen und andern Agentien ebenso leicht oder schwer wie das obenbeschriebene gereinigte Fibrin. Unter der Einwirkung von Wasser geht es, gleich dem Fibrin, in einen in Salzen schwerlöslichen Zustand über u. s. w. Im ganzen sind sowohl dem Fibrin als dem Fibrinogen alle Reaction des Globulins eigen. Der einzige Unterschied zwischen dem Fibrinogen und dem Fibrin ist die Fähigkeit des ersteren spontan eine Gallerte zu bilden, d. h. zu gerinnen. Ich habe schon dargethan (138 Ae 19 und 20), dass ein jedes Globulin unter ähnliche Bedingnisse gebracht werden und eme sich zusammenziehende Gallert e— Fibrin— bilden kann. Näheres über diese Irage hoffen wir in einem besonderen Teile des vorliegenden Werkes geben zu können; hier wollen wir nur noch erwähnen, dass das Fibrin und das Fibrinogen eine genügende Quantität Aschenbestandteile enthalten, damit diese bei der Erklärung der A erschiedenheit in der Löslichkeit dieser Körper, wie dies von einigen Au-toien angenommen wird, in Betracht gezogen werde, abgesehen von deren Bedeutung bei dem Gerinnungsact des Blutplasma, in welchem ganz geringe Mengen einer anorganischen Substanz, z. B. Natron, die Flüssigkeit der Fähigkeit zu gerinnen berauben (ib.). Ausser dem Gesagten lässt der Wunsch, eine möglichst reine Proteinsubstanz zu erhalten, zu dem schon oft erprobten Mittel—der Entfernung der anorganischen Bestandteile aus den Protemsubstanzpräparaten—greifen.
Tr q v o + « 11a ~	~ - « t £ -	‘1	' ens und Fibrins.
Darstellung des aschenfreien F i b r i n o
Das auf die oben beschriebene Art gereinigte Fibrinogen wird sorgfältig mit Wasser gewaschen und in Salzsäure oder Schwefelsäure 1— 2%0 aufgelöst. Die Auflösung teidei I ldpaiate geht gleich gut von statten. Die erhaltenen Lösungen werden in liltei-Dialysoren dialysirt (s. Kap. XI; 139 p. 436). AATe in den anderen Fällen, die wir schon mehrmals beschrieben haben, erscheinen auch hier nach 16, 20—30 Stunden entweder eine allgemeine Gallerte oder gallertartige Flocken u. de’rgl., die ganz oder ast ganz aschenfrei sind. Im letzteren Falle wird der Niederschlag wieder aufgelöst und auts neim bis zur Bildung von Niederschlägen dialysirt.
Die ei halten en Körper, welche alle Globulinreactionen aufweisen, sind mit-emandei auch in ihren Reactionen identisch, demgemäss gar kein Grund vorhanden ist, das aschenfreie Fibrin und d e r g 1. Fibrinogen tu r v ers c h î e d eue G 1 o 1» uline anzuseheu: sie b T1 d en ei n u n d ( a s s e j e leine G 1 o b u 1 i n, welches wir „F i b r o g 1 o b i n“ nennen wollen, und welches am Gerinnungsprocess des Blutes und ihm ähnlicher Flüssigkeiten Teil mmnit. doch unter solchen Umstä n d e n, welche Gelegenheit gaben, am n anb er indenseiben voi gehenden Veränderungen dasselbe Fibrinogen, am ümle-inbrin zu nennen. Diese Benennungen der Veränderungsstadien einerund rWi-t • Tb?Z scbliefen; me gewiss ein jeder zugeben muss, einander aus oder !iLcn W1Ch VI ( (iinv fusd™ck «die gerinnende Substanz des Blutes“ und ihm in diesei Hinsicht ähnlicher Ilüssigkeiten und dann ist unser „Fibroglobin“ das G 1 o-buiin der gerinnenden Substanz des Blutesirs.w
Tiff- die Bénisse sind, in welche das Fibroglobin gebracht werden muss damit m diesem die Neigung entstehe, spontan zu gerinnen, und welche
wa^FthnW11 1D denfelbef stattfinden müssen, damit Gerinnung eintrete und das. Teil	wird, entstehe sind Fragen, deren Beantwortung den nächsten
1 eil dieses Werkes bilden sollen (s. auch 138 JV» 19 und 20).