﻿Verhalten dfs globulins zu den salzen.
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Alkalicarbonate anwenden müsse, (ib. p. 454). Spätere Beobachter verlängerten nicht nur die Liste der von Denis angegeben Salze, sie bestimmten noch genauer die Stelle, welche dieses oder jenes Salz in Bezug auf die Löslichkeit des Globulins in der Reihe der anderen Salze einnimmt.
Besonders interessant sind Hofmeisters (57 p. 248) und Lewith’s (71 p. 1) quantitative Bestimmungen. Obgleich die genannten Autoren in Bezug auf die Löslichkeit des Globulins in Salzen auch keine directen Versuche anstellten, so ermöglichen ihre Beobachtungen dennoch Schlüsse zu ziehen, welche sowohl mit den historischen Tliatsachen als auch mit unseren eigenen unmittelbaren Beobachtungen im Einklänge stehen. Die besten Lösungsmittel sind danach: Natriumcarbonat, Ammoniumacetat, Magnesiumacetat, Kaliumnitrat, Magnesiumnitrat, Ammoniumnitrat, chromsaures Ammonium, Bromnatrium. Bromkalium, Bromammonium, Jodnatrium, Jodkalium. Chlorammonium, Chlormagnesium. Darauf kommen Salze, welche in Bezug auf ihr Vermögen, Globulin zu lösen, in abnehmender Reihenfolge geordnet sind: Chlornatrium, Natriumnitrat, Chlorkalium, chromsaures und kohlensaures Kali, weinsaures und citronensaures Ammonium, weinsaures Kali-Natron, Ammoniumphosphat, Kaliumacetat, Magnesiumsulfat, weinsaures Natron, Kaliumphosphat, Natriumacetat, Ammoniumsulphat, phosphorsaures und schwefelsaures Natron, endlich Lithium sulphat.
Infolge der ziemlich rasch eintretenden Veränderungen in der Löslichkeit des Globulins ist es behufs Bestimmung desselben nicht möglich sich der Quantitäten des in dieser oder jener Salzlösung gelösten Globulins zu bedienen; andere Criterien. wie Fällbarkeit der Lösung durch dieses oder jenes Salz, Dauer des Lösungsprocesses und Temperatur der Ausfällung des Globulins aus dieser oder jener Salzlösung, berechtigen im allgemeinen zu der Ansicht, dass vorläufig keine That-sacken v o r h a n d e n si n d, auf G r u n d derer die Löslichkeit des Globulins in irgend eine Beziehung zu dem chemische n C h a-i' a k t er irgend eines der v o n uns g e p r ü f t e n Salze (Tab. III), sei es zu der Säure oder der Base, welche in dem Salz enthalten ist, gebracht werden könnte. Ebenso wenig Grund ist vorhanden die Löslichkeit eines Salzes mit derjenigen des G 1 o b u 1 i n s i n dessen Lösung zu verknüpfen. Wenigstens haben unsere eigenen an Globulinpräparaten verschiedenen Ursprungs angestellten Beobachtungen uns nicht berechtigt zwischen der Löslichkeit des Globulins und der Wasserlöslichkeit des gegebenen Salzes eine Parallele zu ziehen.
Die Löslichkeit des Globulins in Salzlösungen hä n g t von der Concentration 1 e t z t e r e r a b. Es hat sich nach und nach die Meinung gebildet, dass eine mittelstarke Concentration der Lösungen von Neutralsalzen die Löslichkeit des Globulins am meisten begünstigt; andererseits fehlt es aber auch nicht an Beobachtungen über die Löslichkeit des Globulins sowohl en sehr schwachen als auch in gesättigten Salzlösungen. Und wieder erhalten die oben angeführten Salzreihen Denis’s und anderer Forscher ihre frühere Bedeutung. Dit1 besten Lösungsmittel besitzen die Eigenschaft, das Globulins sowohl in den schwächsten als auch in den stärksten Concentrationsgraden aufzulösen. Natriumcarbonat. Kalisalpeter lösen das Globulin immer gut auf, in welchen Lösungen sie auch angewandt werden; dabei erhält eine neutrale Lösung derselben sowohl bei starker Verdünnung als auch bei Sättigung mit demselben Salze das Globulin in Lösung. Dennoch berechtigen tägliche Erfahrungen, sowie Beobachtungen verschiedener Autoren, von Denis an beginnend, besonders aber Hofmeister’s, zu dem Ausspruch, dass Lösungen mittlerer Concentration eines jeden Salzes in dieser Beziehung am vorteilhaftesten sind, da sowohl Verdünnung mit Wasser als auch Sättigung derselben
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