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VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN SALZEN.
mit dem Salze teilweise Ausscheidung des Globulins zur Folge hat. Als Kegel kann dies aber nicht aufgestellt werden, da, wie wir aus dem Studium des \ er-haltens der Salzlösungen zu der Temperatur der Fällung (Gerinnung) ersehen werden. gewisse Salze das Globulin besser in schwachen als in mittleren Concentratio-nen lösen; gleicherweise ist auch die Meinung unbegründet, dass das Globulin in concentrirten Lösungen unlöslich sei. Ueberdies hatten schon Dumas und Mulder (jVo.M 68—74 p. 61—2) gefunden, dass der in Milch durch Sättigung mit Ivochsaiz erhaltene Niederschlag, wie lange man denselben mit gesättigter Kochsalzlösung auf dem Filter auch wasche, stets einen Teil seines Globulins der Lösung abgiebt. Namentlich in der Geschichte des Fibrins begegnen wir der unbestreitbaren That-sachen, dass zur Auflösung desselben sehr häufig concentrirte Lösungen genommen wurden (p. n. 180); doch sind gegenwärtig auch directe Hinweise auf die Löslichheit des Fibrins in gesättigten Salz-, namentlich Natriumnitratlösungen, vorhanden, wie Limbourg (72 p. 454) ganz richtig bemerkt. Dasselbe beobachtete genannter Autor auch in Bezug auf unterchlorigsaures Kali, Ammoniumnitrat, sowie Brom- und Jodkalium.
Eine schwache Wirkung iiben, Limbourg’s Beobachtungen nach, gesättigte Lösungen von Chlorammonium, Chlornatrium, sowie Natrium- und Kaliumsulfat aus, während concentrirte Lösungen von Ammonium- und Magnesiumsulfat (ib. p. 454) das Fibrin garnicht lösen. Auf seine Beobachtungen sich stützend, glaubt Limbourg, dass in den erwähnten Fällen die der Lösung des Fibrins angemessene Concentration einen weiten Spielraum hat uud für ein jedes Salz eine verschiedene ist. dass aber, was Kalisalpeter anbetrifft, eine concentrirte Lösung das Fibrin weit energischer auflöst als eine verdünnte. Auf Grund eigener und auch Hofmeisters Beobachtungen gelangt Limbourg zu dem Schlüsse, dass concentrirte Salzlösungen ihrem Lösungsvermögen nach eine Reihe bilden, welche derjenigen, in welcher die Salze nach ihrem Fällungsvermögen des Globulins geordnet sind, gerade entgegengesetzt ist (ib. p. 454).
Darauf können wir unsererseits entgegnen, dass unter den in Tab. III angeführten Salzen kein einziges ist, dessen concentrirte Lösung nicht wenigstens etwas Globulin aufzulösen vermöchte, das Ammoniumsulfat etwa ausgenommen.
Schon das oben Gesagte berechtigt uns zu dem Schlüsse, dass vollständige Ausfällung der Globuline durch Sättigung einer gegebenen salzhaltigen Globulinlösung mit demselben Salze unausfühibar ist.
Fällung des Globulins aus salzhaltigen Lösungen. Kann die Löslichkeit in Salzlösungen für eine Grundeigenschaft des Globulins angesehen werden, so dürfte dessen Fällbarkeit durch Salze aus Lösungen derselben oder anderer Salze nicht einmal	allen für	Lösungsmittel	des	Globulins	gel-
tenden Salzen zuerkannt werden: die meisten Salze fällen es sehr schwer, viele— garnicht (Tab. III mit * bezeichnete), und thatsächlich nur eins fällt es ohne Rückstand. Wenn Dutrochet (21 p. 42) zum teil recht hatte, als er den allgemeinen Satz über das „Albumin“	aufstellte,	dass alle Substanzen, die	es auflösen, je	nach
dem Umständen es auch	fällen, so kann sein Schluss in	Bezug auf die Fällbarkeit
durch Salze nur mit Vorbehalt als richtig erkannt werden.
Ausserdem muss man berücksichtigen, dass viele Autoren, die über die Fällung prote'mhaltiger Flüssigkeiten durch Sättigung mit Salzen reden, nicht erwähnen, ob sie dabei mit dem blossen Erscheinen eines Niederschlags sich begnügten, oder die Flüssigkeit mit dem Salze wirklich sättigten, nicht alter die Sättigung auf Grund des Ausfallens des Globulins beurteilten; denn das Ausfallen dürfte weder vollständige Fällbarkeit des	Globulins	im gegebenen Falle	noch	Sättigung mit	dem