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VERHALTEN LES GLOBULINS ZU LEN SALZEN.
sur Sättigung das Globulin nicht fällen. Dieser Umstand erklärt, warum Denis und nach ihm Liebig und andere Forscher Auflösung des Fibrins in gesättigten Salzlösungen beobachten. Es giebt zahlreiche Angaben über vollständige Fällung des Globulins verschiedenen Urprungs; doch dürften diese Behauptungen eher für die eifrige Verteidigung einer Lieblingsidee anzusehen sein. So redet der langjährige und fruchtlose Streit (p. n. 212 und folg.) zwischen Hammarsten und Schmidt schon deshalb zu Gunsten Schmidt’s, der zuerst die Meinung aussprach, dass die Globuline durch Salze unvollständig gefällt werden, dass sein Gegner, wenn nicht ihm so doch, durch die Umstände genötigt, der Wahrheit Zugeständnisse machen musste. Abgesehen davon, dass in den Behauptungen über das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Globulin die Vorstellung von der Möglichkeit' der Gegenwart von Körpern, welche ihren Beactionen nach dem Globulin ähnlich sind, eine nicht geringe Bolle spielte, sind auch die Methoden, welche zum Aufsueben des Globulins in der Mutterlauge dienen, wie Kowalewski (06 p. 258) bemerkt, bei weitem nicht befriedigend, und können die empfindlichsten Beactionen die Gegenwart eines Pro-temkürpers (des Globulins) auch unerkannt lassen.
1. Steigerung des Salzgehalts in der G1 o b u 1 i n 1 ü s u n g. A. Sättigung mit einem Salz. Das Studium sowohl der Löslichkeit des Globulins in Salzen als auch der Fällbarkeit desselben durch Salze gestattet kaum irgend welche allgemeine Schlüsse zu ziehen. Wohl hatte schon Virchow im Jahre 1854 (106 p. 573—4) bei der Sättigung prote'inhaltiger Flüssigkeiten mit Salzkry-stallen beobachtet, dass Chlorcalcium, Magnesiumsulfat, danach Natriumsulfat und Chlornatrium rascher und vollkommener als die anderen von ihm erprobten Salze, Alaun schwächer wirken, während von Natriumsulfat die Lösung verhältnissmässig langsam und nicht vollständig gefällt werde. Diese Beobachtungen veranlassten Virchow zu der Aussage, dass das Vermögen der Salze, proteinhaltige Flüssigkeiten zu fällen, im geraden Verhältniss zu der Wasserlöslichkeit der Salze stehe, und die Ausscheidung des Globulins dahin zu erklären, dass die Salzkrystalle der proteinhaltigen Flüssigkeit Wasser entziehen, infolgedessen das „Albumin“, welches zu seiner Auflösung keine genügende Wassermenge mehr findet, sich ausscheide *). Bald darauf fand auch Wittig (108 p. 13), dass sogar stark concentrirte Kaliumcarbonatlösung das Hämatoglobin fälle. Diese Beobachtungen bestätigte im Jahre 1857 Hoppe-Seyler (60 p. 553), welcher ebenfalls beobachtete, dass durch Zusatz von Kaliumcarbonat in kleinen Porzionen nicht nur das Hämatoglobin sondern auch sämmtliches Albumin aus seinen Lösungen ausgefällt werden könne (ib. p. 555).
Nach Mehu’s Angaben darüber (AhA 48—60 p. 152), dass Ammoniumsulfat alle proteinhaltigen Flüssigkeiten _ fälle, wobei der Niederschlag die Fähigkeit, in Salzen aufs neue sich aufzulösen, nicht einbüsse, sind Heynsius’ Beobachtungen von Interesse. Dieser Forscher fand, dass bei Sättigung mit Neutralsalzen Serum und Ei-weiss nicht in gleichem Maasse gefällt werden. Unter den Chloriden bewirkt das Calciumsalz die beste und vollständigste Fällung, Chlormagnium eine weniger gute
') Am langsamsten und unvollständigsten wirkte K:SO<; am schnellsten und stärksten, ausser dem Magnesiumsulfat, das CaCb, ziemlich schnell und stark das Natronsulfat und das Chlorkalium, massig stark das Alaun. Im ganzen stellte sich also heraus dass die coagulierende Eigenschaft der Salze in geradem Verhältnisse zu ihrer Löslichkeit im Wasser stand .......... dass es sich
hier um eine Wasserentziehung handelt. Indem
tlie Salzkrystalle aus der albuminösen Flüssigkeit Wasser ausziehen, wird das Eiweiss ärmer daran, und je stärker die Anziehung der Krystalle zum 55 asser, d. h. je grösser die Löslichkeit des Salzes in 55rasser ist, um so schneller und vollständiger wird das Eiweiss, das nicht mehr die nöthi-ge Wassermenge zu seiner Lösung behält, sich ausscheiden (106 p. 574),