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VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN SALZEN.
Dieser Satz ist mit der Löslichkeit der in Tabelle III gegebenen Salze aufs engste verknüpft. Wir wiederholen aber noch einmal, dass das Gesagte sich nur auf die allgemeinsten Thatsachen bezieht. So bildet z. B. Ammoniumsulfat eine frappante Ausnahme nach der einen, Kaliumnitrat—nach der anderen Seite hin. Wie schon erklärt, ist ersteres das einzige sichere Fällungsmittel für das Globulin, während letzteres dasselbe gar nicht fällt. Sehr schwach oder garnicht fällen es auch: chromsaures Magnesium, Bromkalium, Bromnatrium und Bromammonium, Jodkalium und Jodammonium, salpetersaures Ammonium und Magnesium, chromsaures Kalium, essigsaures Ammonium und Magnesium, chromsaures Ammonium und sogar doppeltkohlensaures Natrium. Dies hat eine besondere Bedeutung, wenn die Versuchslösungen nicht sehr concentrirt sind. Die Salze, welche das Globulin bei gewöhnlicher Temperatur nicht fällen, sind in Tab. III mit einem Sternchen * bezeichnet.
Ausser all diesen Umständen ist auch noch den quantitativen Verhältnissen des Globulins Rechnung zu tragen. Schon den ersten Beobachtern war es bekannt, dass je mehr Prote'insubstanz eine Flüssigkeit enthält, desto leichter dieselbe durch verschiedene Agentien ausgefällt wird. Schmidt’s Beobachtungen nach, besitzt auch mehr oder weniger reines Globulin die Eigentümlichkeit, um so leichter auszufallen, als es in einer gegebenen Lösung in grösserer Menge vorhanden ist. Im allgemeinen war das nach dem, was wir schon darüber gesagt, zu erwarten, nämlich: dass je weniger concentrirt die Lösung das Globulins ist, desto schwerer oder auch gar nicht dieses von Salzlösungen ausgefällt werde. Eigentlich ist der eine Satz in dem anderen enthalten. Ein jeder Beobachter hat mehr als einmal Gelegenheit gehabt sich zu überzeugen, dass je globulinreicher eine Lösung ist, desto leichter dieselbe von Salzen gefällt wird. Bei Kauder (05 p. 420) finden wir quantitative Angaben, welche dies veranschaulichen:
Protei'nsb. in	ICO	Cc. erfordert 24,11
55	55	55	55	23,06
5,	„	-	»	„	22,02
55	55	55	55	2 0,07
___	U) HO
55	55	55	55	1 ° 1 'J ~
55	55	55	55	1 8,87
grm. Ammoniumsulfat zur vollständigen Fällung des Globulins (ib. p. 420). Nicht weniger interessante Angaben in Bezug auf das Hühnereiweiss finden wir bei Hofmeister (57 p. 255) aufgezeichnet:
Bei einem Globulingehalt an:
Kaliumacetat.
19,8 16,2 14.4 12,6
9,0 7,2
9,0
9,0
B. Sättigung mit einem Salz durch Eine n g e n de r L ö-s u n g. Fällung des Globulins durch Salze wird auch beim Einengen der Globulin-
							Ammoniumsulfat.
0,5	in	100 Cc.	sind	zur	Fällung	erforderlich	16.9
1,0	33	'	33	33	33	33	33	15.0
2,0	33	33	33	33	33	33	13,4
3,0	33	33	33	33	33	3)	12,8
4,0	33	33	33	33	n	33	12,3
5.0	33	33	33	33	33	33	12,3
6.0	33	33	33	33	33	33	12.3
7,0	n	'3	33	33	33	33	11,8
8,0	33	33	33	33	33-	33	—
ein Gehalt an 0,4260 „	0,9852
„	U4778
„	1,9704
„	2,4630
„	2.9556