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VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN SALZEN.
gerer Menge es vorhanden ist, (s. unten- Einfluss der Wärme). Um alles Globulin aus der Flüssigkeit auszuscheiden, ist es notwendig auch alles Salz zu entfernen! Dies kann einzig durch Dialyse erreicht werden, wobei die Verdünnung der zur Dialyse genommenen anfänglichen Lösung mit Wasser ihre Bedeutung ganz oder, richtiger gesagt, fast ganz verliert.
Die Arbeiten von Dutrochet (21 p. 45; 20 p. 137), Brücke (6 p. 77), Graham (31 p. 1) und Hoppe-Seyler (59 p. 245), welcher Brücke's Beobachtungen über die Undurchgängigkeit des Serumglobulins (Albumins) durch tierische Membranen bestätigte, und noch mehr in der Folge erschienene Arbeiten bestätigten den Satz, dass die Salze aus den zur Dialyse genommenen proteinhaltigen Flüssigkeiten sich rasch ausscheiden; so verlassen z. B. das Serum zuerst die Chloride, dann die Phosphate, wie Hoppe-Seyler (59 p. 245), der sich einer Schweinsblase zur Dialyse bedient hatte, zeigte. Graham war es (1862. 31 p. 36) jedoch, der den Gedanken aussprach, dass durch Dialyse die Colloïdsubstanzen von den Krystalloïdsubstanzen ') vollständig befreit werden können. Dies erklärt, warum Graham die Dialyse für das beste Ferfahren hielt, jene von diesen zu befreien, und diese Methode für die zur Reindarstellung des Globulins beste ansah. Soweit mir bekannt ist, war jedoch Wittich der erste, welcher darauf hinwies, dass bei der Dialyse des Hühnereiweisses gegen destillirtes Wasser das Globulin sich auf die Membran niederschlage (109 p. 307). Schon nach ihm fand Kühne (68 p. 179) einen ebensolchen, aber aschenfreien Niederschlag auf dem Dialysor wie Wittich.
Seitdem hat die Dialyse, wie wir schon gesehen, in der Chemie der Protein-Substanzen allgemeine Anwendung gefunden (p. n. 100).
Praktisch genommen, lief alles auf die Einrichtung eines schnellwirkenden Dialysors hinaus, damit die proteinhaltigen Flüssigkeiten während der Dialvse vor Zersetzung bewahrt würden.
a. D i a 1 y s o r e n. Anfänglich wurden Rindsblasen, von manchen aber, wie z. B. von Hoppe-Seyler (59 p. 245), Schweinsblasen benutzt. Botkin bediente sich der Eiermembran oder richtiger gesagt der Eier selbst, die durch schwache Salzsäure von der kalkhaltigen Schale befreit worden waren, so dass ihm zu gleicher Zeit die Membran als Dialysor und das Eiweiss als Versuchsobject (5 p. 26) dienten. Darauf schlug Graham runde Gummidialysoren, die mit Pergamentpapier verbunden waren und auf dem Wasser schwammen (31 p. 63) und auch glockenförmige Glasgefässe vor, welche auf dem äusseren Bade durch ein Glaskreuz, das auf dem Boden desselben lag, gehalten wurden oder an Fäden hingen (ib. p. 31 u. Tat. I. Fig. 1—3). Solche Dialysoren wurden in der Folge von Schmidt und auch in unseren Laboratorium benutzt, wo man dieselben aus einfachen Glasflaschen von verschiedener Grösse mit abgetrenntem Boden herstellte; ein solcher Dialysor wird am Halse aufgehängt und der breite untere Teil mit Pergamentpapier verbunden.
Obenerwähnte runde Dialysoren benutzend, beobachtete Wittich (D)9p. 307 sogar nach 50-tägiger Dialyse von verdünntem Hühnereiweiss keinen Fäulnissprocess unter der Bedingung jedoch, dass der Niederschlag jedesmal abfiltrirt und das äussere Wasser gewechselt wurde. Sowohl Graham als auch spätere Autoren bestrebten sich die zum Versuch dienenden Flüssigkeiten in dünnen Schichten zu dia-lysircn und zugleich die Dialysationsfläche zu erweitern. So bereitete Pleynsius aus
) Die Reinigung löslicfier Colloïdsubstanzen	Kristalloïdsubstanzen darzustellen. Die Keini°,un,r
lasst sieb selten nur durch andere bekannte Mit-	von Albumin lässt sieb mit viel Vortbeil aufdem
tel bewirken und die Dialyse giebt offenbar das Dialysator vornehmen—(3 1 p. 36). beste Verfahren ab, solche Substanzen frei von