﻿VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN SALZEN.
243
einem Stück Peigamentpapiei Säcke oder auch Schachteln mit einem 2 cm. °ros-)en Boden, wobei die Länder der Schachtel mittels eines Glasrahmens auseinan-dei gehalten wuiden, dieser Lbalysor tasste 100 cc. Flüssigkeit in einer 5 mm
dicken Schicht; alle 24 Stunden wurden 10 Liter Masser verbraucht (53 p. 522_7).
Um Fäulniss und A eiändeiung der aus den proteiiihaltiuen Flüssigkeiten erhaltenen Niederschläge vorzubeugen, bestrebte sich ein jeder Autor die Dauer der Dialyse möglichst zu verkürzen, zu welchem Zwecke dem Boden der Dialysoren ein grosser 1- lachen rau m gegeben und für beständigen Wasserwechsel gesorgt wurde. Eine dei in diesei Beziehung zweckmässigsten Einrichtungen gehört Kühne. So \iel mii bekannt ist, wai bis jetzt von Ivüline’s Dialysor. Hammarsten’s ( 42 p. 460) und meine eignen (SO p. 179) kurzen Angaben ausgenommen, noch keine genauere Beschreibung erschienen. Krukenberg (67 p. 38) giebt zwar eine Abbildung dieses Appaiats, doch ist dieselbe in Bezug auf den wesentlichsten Teil nicht ganz richtig, da die Darstellung des Pergamentrohrs keine gelungene ist. Ebenso wenig gelungen ist" die Abbildung dieses Dialysors in dem Preiscourant von Desaga. dem Erbauer von Kühne’s Dialysoren yl7p. 40). Zu der Zeit, als dieser Dialysor. wenn ich mich nicht irre im Jahre 1874, eingeführt wurde, lernte ich den Apparat in Professor Kühne’s Laboratorium kennen. Zu diesem Dialysor werden Rohre aus Pergamentpapier von verschiedenem Caliber, wie sie in Carl Bradeeger's Anstalt in Eiwagen (Würtemberg) fabricirt werden, benutzt. Nach der Wasserprobe in Bezug auf das Nichtvorhandensein grösserer Oeffnungen w ird ein Stück eines solchen Pergamentrohrs bogenförmig in ein hohes Glasgefäss gebracht, wobei die nach aussen geführten Enden desselben mittels eines Glasstäbchens, welches durch Oeffnungen in den Enden des Rohrs selbst geht, in der gehörigen Lage erhalten werden. Durch einen Trichter wird so viel von der Versuchsflüssigkeit in die Rohre eingegossen, dass sie sich in dünner Schicht zwischen den Blättern desselben lagert. Das äussere Wasser, welches durch einen Trichter auf den Boden des Gelasses tiiesst, verlässt es durch eine Ableitungsöffnung am oberen Rande desselben (Fig. 6). Wir gehen diese Zeichnung von Kühne’s Dialysor, die, unserer Ansicht nach, den Apparat treuer wiedergiebt als die Abbildungen desselben, denen man sonst in der Literatur begegnet. Doch auch dieser r ö h r e n-fö rmige Dialysator hat seine Mängel: er verbraucht eine verhältnissmässig grosse Menge Wasser von aussen, wobei die Wassermenge auch im Innern der Rohre zunimmt, infolgedessen die Schicht bedeutend dicker wird, die Dialyse sich verzögert und die Rohre eine cylinderförmige Gestalt annehmen. Um letzteres zu verhüten führen wir in jedes Ende des Rohres ein aus sehr dünnen Glasstäbchen gebildetes Glasrähmchen als Querholz ein; diese Einrichtung gestattet den Rändern nicht sich abzurunden, so dass das Rohr einen ziemlich engen Raum mit parallelen Wandungen bildet (Fig. 7).
Einen ähnlichen Apparat schlug Iluizigna (64 n. 394) vor: ein aus gehärtetem Cautchouc ausgesägter 5 mm. starker Rahmen bildet das Gerippe des Dialysors, dessen Pergamentmembranen an beide Seiten des Rahmens mit chromhalti-gem Leim angeklebt werden (10 Grm. Gelatine, in 50 Grm. Wasser aufgelöst und daun mit einer Lösung von 0,5 Gnu. doppcltehromsaurem Kali in 10 Grm. Wasser