﻿VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN SALZEN.
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Globulinreactionen charakterisirt: nämlich lösen sich leicht in Salzlösungen mittlerer Concentration, in Salzsäure und Alkalien 1%0 und dergl.
Erinnern wir daran, dass die Dialyse im allgemeinen möglichst schnell ausgeführt werden muss; denn je länger das sich ausscheidende Globulin unter Wasser oder in feuchtem Zustande verbleibt, desto schneller geht es in einen in den °e-nannten Agentien schwerlöslichen Zustand über (79 p. 772; Kap. XVIII).
Ueber die Gewinnung von Globulin verschiedenen Ursprungs im gallertartigen Zustand in unserm Laboratorium machten wir schon im Jahre 1884 eine Mitteilung 1).
ß) B e i D i a 1 y s e gegen eine S a 1 z 1 ö s u n g. Ein anderes Verfahren, das Globulin in Gestalt von Flocken oder Gallerte zu erhalten, ist die Dialyse gegen gesättigte Lösungen das Globulin fällender Salze. Bei diesem Verfahren, gallertförmiges Globulin zu erhalten, laufen wir nicht Gefahr, es in schwerlös-licher Form, wie bei der Dialyse gegen Wasser, erscheinen zu sehen. Es versteht sich von selbst, dass je stärker eine Globulinlösung ist, und je energischer die als äussere Flüssigkeit genommene Salzlösung das Globulin fällt, desto schneller die Globulingallerte sich bildet und desto fester dieselbe ist. Am besten wird diese Operation folgendermaassen ausgeführt: der Boden des äusseren Gefässes des Dia-lysors wird mit einer genügend dicken Schicht des zur Fällung dienenden Salzes, z. B. Ammoniumsulfat, Chlornatrium, Magnesiumsulfat und dergl. in Gestalt von Pulver oder kleinen Ivrystallen bedeckt; darauf wird sie mit einer gesättigten Lösung desselben Salzes im Ueberschuss übergossen und dann die zum Versuch dienende Globulinlösung im runden Dialysor auf die concentrirte Salzlösung gebracht. Das als Niederschlag oder als Gallerte erhaltene Globulin löst sich leicht in Wasser auf Kosten des in der Gallerte enthaltenen Salzes auf.
F ä 11 u n g s t e m p e r a t u r des Globulins aus Salzlösungen. Das Verhalten des Globulins, wie wir es in diesem Kapitel dargelegt, wurde bei gewöhnlicher Zimmertemperatur (10 — 20°) studirt oder, richtiger gesagt, auf dieselbe bezogen. Mit dem Wechsel der Temperatur, namentlich mit dem Steigen derselben, erfahren die Salzglobulinlösungen Veränderungen, welche, wenn auch nicht immer, von Globulinausscheidung begleitet ist, d. h. von einem Process, der, wie wir dargetlien haben (.VXs 41—7 p. ö9), fälschlich „Gerinnung“ genannt wird.
Fällung proteinhaltiger Flüssigkeiten durch Wärme ist längst bekannt (.V.Y 48—00 p. 50), wir wollen aber solche historische Thatsachen benutzen, in welchen mehr oder weniger reines Globulin eine Rolle spielte. Auch hier eröffnet Denis mit seinen Arbeiten die Reihe der diesem Gegenstände gewidmeten Untersuchungen. Im Jahre 1835 zeigte er zum ersten Mal. dass eine nahezu gesättigte Fibrinlösung in Salzen bei 74° (12 p. 74) ausfällt (gerinnt), und dass bei derselben Temperatur auch eine Serumglobulinlösung gerinnt (ib. p. 85—6), während Gautier (29 p. 227) für eine dialysirte Fibrinlösung in 10%-igem Chlornatrium 01° als Fällungstemperatur fand. Ferner beobachtete Denis für das Ovoglobin als Fällungstemperatur 60—65° (15 p. 72—3). Dieselbe Temperatur giebt er auch für die Fällung des Se rumglobulins (ib. p. 80) und für eine Salzfibrinlösung (ib. p. 112) an, indem er jedoch hinzufügt, dass eine alkalinisirte Salzglobulinlösung bei 72—74—75° (ib.
G Bei Michailoff (74-ap. IG) begegnen wir	fol-	im Journ.	der	Paiss.-pliyk.-chem. Gesellseh,	(J
gemlem Satz: „An Angaben über Darstellimgs-	d. ph, ch.	G.	1886—87)“. Offenbar waren	Mi-
methoden des Albumins und des Caseins im	gal-	chailoff unsere	im J. 1884 veröffentlichten Beob-
lertartigen Zustande fehlt es ganz, ausser	den	achtuugen	(78 W 19,20) unbekannt.
Mitteilungen meiner Schüler und meinen eignen
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