﻿VERHALTEN DÈS GLOBULINS ZU DEN SALZEN.
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Hoppe-Seyler (62 p. 423) empfiehlt, gleich Schmidt, das Plasma sogar zur Abtrennung des Fibrinogens aut 5h« zu erhitzen und danach zur Ausscheidung des Seroglobins che Müssigkeit ebenso wie das Serum zu behandeln! Hoppe-Seyler nimmt auch für das Myoglobin als beständige Temperatur 55° an fib. p. 412). Hammarsten geht noch weiter: durch Fällung mittels Temperaturerhöhung meint er nicht nur das Fibrinogen vom Seroglobin sondern auch noch ein Globulin, welches re* 6f —ob germnt’ ^trennen zu können, während das Fibrinogen bei 55° aus-iällt. das Seroglobin bei 75° (42 p. 447). Diese im Hinblick auf ganz entgegengesetzte eigene Beobachtungen unerklärliche Zuversicht leitet den Autor zu ganz unbe-gitindeten Schlüssen. So erklärt er die von ihm beobachtete Gerinnbarkeit des Seroglobins bei 68° durch das Vorhandensein eines besonderen Globulins dessen t ällungstemperatur 64° sei, und welches die Fällungstemperatur des Sero°lobins von 75° bis 68° herabgesetzt (?!) haben sollte (43 p. 447)!
Dieser blinde Glaube an die Beständigkeit der Fällungstemperatur war es welcher Cahn dazu führte Myoglobin sowohl in der Netzhaut des Auges (8 p 213) als auch im Gehirn (ib. p. 219) anzunehmen; in diesen Gebilden fand Cahn einen Körper, welcher gleich dem Myosin bei 55° ausfiel! Derselbe Grund bewog auch Hammarsten das Vorhandensein von zwei Globulinen im Serum anzunehmen,° eines, welches bei 64° und eines andern, welches bei 75° ausfällt. Und dies trotz’ eigner Beobachtungen, nach welchen ein an Salzen armes Seroglobin in der Wärme auch garnicht gerinnen kann (44 p. 474)!
In späterer Zeit findet die Frage nach der Beständigkeit der Gerinnungstem-peratur einen energischen Verfechter in Halliburton (33 p. 162— 3). sowohl in der Hinsicht, dass genannter Autor ohne genügenden Grund 74° für die beständige Fällungstemperatur des Seroglobins ansah, als auch in der, dass er ausserdem noch das Vorhandensein von drei Proteinen, deren Gerinnungstemperaturen 73°, 77°, 84° sind, jedoch unter sehr willkürlichen Bedingnissen (...indem man unter „Vorsichtsmaassregeln“ auch Ansäuern ') mit Essigsäure (33 p. 155; 79 Kap. XIX) vornahm!) annimmt (79 Kap. XIX). Aber durch Neutralismen kann man die Coagulationstempera-tur des Blutserums selbst bis auf 5G° herabsetzen, wie es neuerdings Patein (87-a p. 470) gezeigt hat. Dasselbe kann auch in Bezug auf die Arbeiten"von Halliburton 1888 (35 p. 255) und 1889 (36 p. 540). Haycraft & Duggen (48 p. 473), Haycraft (47 p. 1) u. s. w. gesagt werden. Genannte Autoren beobachteten in einer und de!' selben Flüssigkeit bei Temperaturerhöhung mehrere Fällungen und sahen einen jeden dieser Niederschläge für einen selbständigen Proteinkörper an, dem eine beständige Fällungstemperatur eigen sei a)!
Es muss bemerkt werden, dass alle diejenigen Autoren, bei denen wir Angaben über die Beständigkeit der Fällungstemperatur des Globulins dieses oder jenes Ursprungs finden, keine selbständigen Untersuchungen in dieser anstellten, und ihr Verhalten dieser Frage gegenüber oder, bes-esagt, ihre Vorstellung von der Fällungstemperatur ihnen gleichsam als etwas den Lehrbüchern zufiel. Ganz anders urteilen über diese Frage solche
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Ererbtes aus
') ,,But in order to carry out effectually this apparently simple proceeding it is necessary to adopt several precautions, and tirst to ensure that the fluid under investigation should be as nearly as possible always of the same reaction. As will lie seen later on, one of the most important factors m producing variations in the tem-
perature of coagulation of a liquid is the amount of free acid present: up to a certain point, the greater the acidity, the earlier does coagulation occur“ (33 p. 155).
!) Die Erklärung der Bedeutung der Fällungstemperatur im erwähnten Falle wird in Kap. XIX gegeben werden (79 p. 804).
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