﻿VERHALTEN DES ULOBULINS ZU DEN SALZEN.
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soil der „Beständigkeit der Gerinnungstemperatur“, Fredericq. giebt uns gegen diese Lehre eine Wafle in die Hand, indem er mitteilt, dass das Fibrinogen des Plasma bei 56° (24 p. 20), das Fibrinogen der Hydroceleflüssigkeit bei 60° (ib. p. 23) gerinnt.
Chittenden & Wickofl-Cummins (9 p, 16) finden, dass das Myoglobin seine Gerinnungstemperatur verändert, je nachdem es in 5%-iger Chlornatrium- oder Chlorammoniumlösung bereitet wurde. Im ersten Falle tritt Trübung bei 51°—57° und Fällung bei 57°—62° ein. in zweiten trübt sich die Flüssigkeit bei 40°—45° und wird bei 44°—48° gefällt.
Die Beobachtungen von Corin & Ansiaux (11p. 92), Marcus (73 p, 572). Starke (101 p. 19), Murner (77 p. 91, 98), Halphen (37 p. 1), Hougardv (63 p. 229), Ramsden (90 p. XXV), Ringer (91 p. 378; 92 p. 300), Ringer & Sainsbury (93 p. 160) etc. zeugen ebenfalls für die Abhängigkeit der Coagulationstemperatur des Blutserums und des Globulins von den Salzen. Eine Eiweisslösung z. B. von 25 cc. Fiweiss auf 200 cc. Wasser gerinnt, nach Ringer (91 p. 378), beim Kochen nicht (ALV 68—74 p. 89) sondern wird bloss milchig. Versetzt man dagegen diese Lösung mit Chlorcalcium, so tritt beim Erhitzen Gerinnung ein.
Zur Erzielung übereinstimmender Werte für die Coagulationstemperatur schlägt Hewlett (50 p. 493) seinerseits vor. die Bestimmungen unter gewissen Nor-inalbedingungen vorzunehmen, und zwar, womöglich: 1) im natürlichen Zustand der Lösungen, 2) in destillirtem Wasser, 3) in 5%-iger Salzlösung. Auch Anwendung einer bestimmten Concentration wäre wünschenswert. Sollen durch verschiedene Coagulationstemperaturen Eiweisskörper unterschieden werden, meint Starke (101 p 19). so müssen drei Bedingnisse vorhanden sein: nämlich gleiche Reaction, gleiche Salzconcentration und gleiche Concentration der Eiweisskörper; dieser letzte sei der schwächste der drei Factoren, da Schwankungen um das 10-fache erst Differenzen von 2° erzeugen.
Duclaux (18 p. 64) führt aus, dass fractionnirte Wärmecoagulation kein Mittel sei, die Existenz verschiedener Albuminstoffe im Eiereiweiss zu begründen. Er stützt seine Ansicht hauptsächlich damit, dass die Coagulationtemperaturen nicht constant sind, weil sie einerseits von der Schnelligkeit und Dauer der Erhitzung, anderseits von leichten Differenzen in der Natur und Menge der in der Lösung enthaltenen Mineralstoffe abhängen.
Arthus (1 p. 394) studirte das Verhalten der Fibrinlösungen in 1% Fluornatrium und fand, dass die Lösungen sich trüben und beim allmäligen Erwärmen eoa-guliren, zunächst bei 52"—56°, und zwar bei je höherer Temperatur, je geringer der Fibringehalt und je grösser der Gehalt an Fluornatrium ist. Bei gleichem Gehalt an letzterem zeige sich der Coagulation vorausgehende Trübung bei 48° für 1,04% Fibrin, bei 48.5° für 0.35% bei 50° für 0,10%, bei 81° für 0,02% Fibrin. Bei gleichem Fibringehalt von 1.04% und 0,5% Fluorid trete dieselbe bei 46" ein, mit 1% Fluorid bei 48" (ib. p. 397). Zusatz kleiner Dosen Chlornatrium erhöhe^ den Trübungspunkt, grosse Dosen setzen denselben herab. Eine Fibrin-Fluornatriumlösung mit der Trübungstemperatur von 46° trübe sich bei 52° nach Zusatz von 7% Chlornatrium, bei 41° mit 12% Chlornatrium. Werden die Lösungen verdünnt, so scheide sich weniger Coagulum bei 56° aus (ib. p. 398—9). Auch Hayem (49 p. 118) fand, dass Fällung des Fibrinogens durch Erhitzen auf 50° verschiedene Resultate liefert, je nach der Natur des Lösungsmittels und der Art der Erwärmung. Um die Gerinnung des Ilülmereiweisses beim Kochen zu verhindern, versetzte endlich Clautrian (10 p. 91) je 1 Liter, mit 0,05 einer 2—5%-igen Na-triumboratlösung (borate de soude), m:t nur O.ool—0,006 einer eben solchen Eisen-