﻿VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN SALZEN.
struirt, an dessen Stock bewegliche Klemmen für die Thermometer sich befinden. Mit Hilfe einer entsprechenden Klemme kann der Stock des Stativs gehoben oder in das mit Wasser angefüllte Glas, welches in einem durch einen Gasbrenner erwärmten Kupferkesselchen taucht, herabgelassen werden.
2) Abhängigkeit der Fällungstemperatur von den quantitativen 'Verhältnissen des Globulins und des Salzes. Zahlreiche historische Thatsachen sowie unmittelbare Beobachtungen lassen uns eine gewisse Abhängigkeit zwischen den Globulin- und Salzmengen in einer gegebenen Lösung und der Temperatur erkennen.
Mannigfache in unserem Laboratorium während einer langen Reihe von Jahren und von zahlreichen Forschern angestellte Beobachtungen haben uns die Möglichkeit in die Hand gegeben dieses Verhalten der Salzglobulinlösungcn in drei characteristischen Gruppen darzustellen.
A. A b h ä n g i g k e i t der Fällungstemperatur v o n der S a 1 z-m e n g e. Zu der ersten Gruppe von Erscheinungen gehören die Beobachtungen über die Abhängigkeit der Fällungstemperatur der Salzglobulinlösungen von dem verschiedenen Salzgehalt bei beständigem Globulingehalt.
Bei Heynsius (53 p. 527) finden wir interessante Angaben in dieser Beziehung: 1) die beim Waschen des bei der Dialyse von Hühnereiweiss ausgeschiedenen Niederschlags erhaltenen Waschwässer, 2) dialysirtes Hühnereiweiss; 3) und 4) dialysirtes Serum und Eiweiss mit gleichem Prote'ingehalt wurden mit Kochsalzlösungen von gleichem Volum, aber verschiedenem Salzgehalt verdünnt, dann erhitzt, und die Temperatur der Ausscheidung der Gemische notirt.
% NaCl	Gerinnungstemperatur
in der Mischung	1 (ib. p. 528)	2 (ib. p. 529)	3 (ib. p. 531)	4 (ib. p. 531)
unvermischt	48	28	40	38
0,0005	—	28	—	—
0,005	56	30	58	52
0,05	66	48	52	54
0,5	68	58	—	56
1	72	60	60	58
4	74	65	68	58
8	7 5	67	—	62
16	72	69	7 5	68
32	62	65	72	62
Man muss Heynsius beistimmen, dass die Temperatur der Fällung mit der Zunahme des Salzgehalts anwächst, die Sättigung mit Kochsalz dieselbe dagegen wieder herabsetzt (ib. p. 532). Heynsius’ Angaben über die Steigerung der Fäl-lungsteroperatur durch Kochsalz werden durch die Arbeiten von Haass bestätigt (32 p. 5). Weiter führte Hammarsten Versuche mit einer und derselben 1,325%-igen Seroglobinlösung, doch von verschiedenem Salzgehalt aus, und zwar: bei 15,9% wurde Fällung bei 09". bei 10,6%, 5,0% und 2,5%—bei 75° erhalten, wobei Hammarsten noch hinzufügt, dass er Gerinnung 1%—2%-iger Seroglobinlösungen bei 70— 72n (40 p. 65) beobachtet hatte. Starke (100 p. 18) findet, dass bei der Dialyse von Serum, wenn der Proteingehalt 1%—1,5% betrug, die Flüssigkeit im Dialysor bei 50° gerann: bei Zusatz von Kochsalz stieg jedoch die Temperatur und erreichte bei 5% Chlornatrium 75"—80°! Sebclien (98 p. 456—8) findet, dass das Lactoglo-