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Ergänzungen müssen reine centrale Reproduktionen sein. Andererseits würde natürlich die Beeinflussung durch die vorher erweckte Vorstellung wegfallen, wenn die Versuchsperson weiss, dass das gedruckte Wort, richtig gelesen, ohne Beziehung zu jener Vorstellung ist und dass erst durch irrtümliches Lesen jene Beziehung entstehen kann. Jene Fälle irrtümlicher Beeinflussung dürfen mithin nur seltene Vexierfälle sein, während bei der Mehrzahl der Versuche das vorher erweckte Wort in associativer Beziehung zu dem richtig gelesenen stehen muss und die Versuchsperson somit ohne Misstrauen berechtigt ist, in dem Gesichtseindruck ein Wort zu erwarten, das dem vorher angeregten Gedankenkreis entspricht.
In dieser Weise wurden nun die Versuche eingerichtet, die ich im Wintersemester 91/92 mit den Herren Christiansen, Smith und Wadsworth begann; wir alle vier fungierten abwechselnd als Versuchspersonen. Eine grössere Zahl von Versuchen wurde dann in den Osterferien 92 durch die verschiedensten Assistenten an mir selber ausgeführt. Als Lichtreiz dienten einzelne, aus Zeitungen oder Büchern ausgeschnittene Worte, welche, zwischen zwei Glasplättchen festgehalten, hinter einem photographischen Momentverschluss angebracht wurden. Der exakt regulierbare, mit Gummiballon auslösbare Momentverschluss wurde vertikal von einem festen Stativ auf dem Tisch getragen; die Versuchsperson hatte selbst den Auslöser in der Hand, um in dem Augenblick gespanntester Aufmerksamkeit durch leichten Druck die Blende sich konzentrisch öffnen und sofort wieder schliessen zu lassen. Nach einiger Uebung konnten wir bei gewöhnlicher Druckschrift die kürzeste Belichtungszeit benutzen, welche der Apparat darbot; bei Messung mittels kreisender Magnesiumflamme ergab sie sich als 0,02 bekunden. Das Mort musste natürlich dicht hinter der Blende angebracht sein, auf welche vorher der Blick gerichtet war, da sonst die Zeit nicht zui neuen Akkommodation des Auges ausgereicht hätte. Die Versuchspersonen übten sich nun zuerst an immer neuen V orten,