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wurde die erste, dann die zweite Reihe gezeigt. Darauf wurde entweder ein deutsches oder ein japanisches Wort allein ohne die Schriftzeichen dargeboten, und der Beobachter gab an, welche Vorstellung hiernach in ihm aufstieg.“ (S. 78.) Es ergab sich, dass bei 185 Versuchen 43mal nichts, 63mal eine einfache unmittelbare Association ins Bewusstsein gerufen wurde, dass aber unter den weiteren 79 Fällen, in denen ohne bewusstes Zwischenglied, ein Wort der zweiten Reihe durch ein Wort der ersten Reihe erweckt wurde, nur 32 falsche, 47 richtige Fälle vorkamen, wenn wir richtig diejenigen nennen, bei denen die Worte mit dem gleichen japanischen Zeichen verkoppelt waren. Da jede Reihe aus vier Worten bestand, so hätte das Spiel des Zufalls nur etwa 20 richtige Fälle unter 79 ergeben dürfen; die mehr als doppelt so grosse Zahl richtiger Fälle glaubt Scripture mithin so deuten zu können, dass eine Vorstellung eine zweite Vorstellung, mit welcher sie niemals in Verbindung war, in den Blickpunkt des Bewusstseins bringen kann, wenn andere psychische Elemente ausserhalb des Bewusstseins existieren, welche mit beiden in Verbindung stehen.
Es lag nahe, die Scriptureschen Versuche auf anderen Sinnesgebieten und mit anderen Reizkombinationen weiterzuführen, um zu übersehen, wie weit jene ersten Ergebnisse sich verallgemeinern lassen. Da ich in den Scriptureschen Versuchen eine wesentliche Förderung der Associationstheorie sah — hat doch auch Wundt auf Grund dieser Versuche der Associationstheorie weitgehende Zugeständnisse (Ph. St. Bd. VII, S. 361) gemacht —, so lag mir jeder Skepticismus bei der Weiterführung der Versuche fern; und ich begann deshalb nicht mit einer kritischen Nachprüfung derselben Versuche, sondern knüpfte an jene Arbeit einfach an. Meine Versuche sind im Sommer 91 und Winter 91—92 mit 18 verschiedenen Versuchspersonen ausgeführt; hauptsächlich beteiligten sich die Herren Clemens, Nake, Rademacher, Rommel, Schwendr Slatopolski, Zermelo.