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In früheren Veröffentlichungen über willkürliche und unwillkürliche Vorstellungsverbindung suchte ich die Aufmerksamkeit darauf zu lenken, dass diejenigen Leistungen, welche wir als das Resultat bewusster Urteile und Denkakte aufzufassen gewohnt sind, unter gewissen Bedingungen auch durch Prozesse ermöglicht werden, welche nicht im Bewusstsein ab-laufen. Insbesondere glaubte ich auf psychometrischem Wege zeigen zu können, dass diejenige Verarbeitung äusserer Eindrücke, auf welcher, unsere intellektuellen Leistungen beruhen, nicht erst dann einsetzt, sobald die äusseren Reize sich in bewusste Erregungen umgesetzt haben, sondern schon in einem früheren Stadium begonnen, eventuell sogar erledigt werden kann. Sekundär bleibt es dabei, ob wir jene Verarbeitung mit einheitlichem Namen als Apperception bezeichnen, oder ob wir sie in ein kompliziertes Grefüge von elementaren Hemmungen und Verstärkungen aufzulösen versuchen. Und sekundär ist es auch, ob wir jene nicht bewussten Vorgänge lediglich als physiologische Prozesse auffassen, oder ob wir glauben, auch jene nichtbewussten Funktionen als psychophysische deuten zu dürfen.
Meine früheren Versuche bezogen sich auf die Einordnung zugerufener Worte in vorher bekannte Kategorien. Die Unterscheidung, ob z. B. ein zugerufenes Wort ein Tier, eine Pflanze oder einen Stein bedeutet, kann unter gewissen Umständen erfolgen, ehe das Wort bewusst aufgefasst wird. Die folgenden Versuche sind vielleicht geeignet, den Beweis zu ergänzen und die theoretisch überaus wichtigen Verhältnisse noch von anderer Seite zu beleuchten. Sie zeigen, dass zwischen äusserer Reizung und bewusster Erregung eine Zwischenstufe liegt, in welcher nicht bewusst der Komplex disponibler Associationen erregt werden kann, und in welcher diese associativen Miterregungen je nach ihren Beziehungen zu dem gegenwärtigen Bewusstseinsinhalt verstärkend oder schwächend, beschleunigend