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Buchstaben, welche sie subjektiv hinzuergänzt oder verändert hatte, mit Bestimmtheit wirklich gesehen zu haben glaubte. Ja, zuweilen kam es vor, dass die Versuchsperson angab, nur einige Buchstaben klar und deutlich, andere undeutlich erkannt zu haben, und dass die hinzuergänzten Buchstaben dann gerade in die erste Gruppe gehörten, während objektiv vorhandene Buchstaben verschwommen schienen oder nur erraten wurden. Wir dürfen aus diesem Ergebnis den bestimmten Schluss ziehen, dass die im normalen Zustand reproduzierten Empfindungen unter günstigen Bedingungen von sinnlichen Eindrücken nicht unterschieden werden können.
Folgende Beispiele mögen die Versuche verdeutlichen. Versuchsperson C. las, als ihm „Verzweiflung“ zugerufen wurde: „Trost4* statt „Triest“; als „Eisenbahn“ gerufen war: „Tunnel“ statt „Tumult“; als „Obst“ gerufen: „Frucht“ statt „Furcht“; als „Schwester“ gerufen: „Bruder“ statt „Baader“; als „Universität“ gerufen: „Vorlesung“ statt „Verlesung“; als „Kaffee“ gerufen: „Schokolade“ statt „Schublade“, letzteres nicht ohne Verwunderung, dass Chokolade mit Sch gedruckt war, aber mit der bestimmten Versicherung, alle Buchstaben des Wortes deutlich gesehen zu haben. Ueberhaupt war bei diesen Beispielen wie in zahlreichen anderen Fällen jedesmal nach der Ueberzeugung der Versuchsperson jeder Buchstabe des subjektiv aufgefassten Wortes deutlich erkannt. In anderen Fällen blieben einige Buchstaben undeutlich. Als das Wort „Arbeit“ zugerufen wurde, las C. „Beschäftigung“ statt „Beschränkung“, erklärte aber die letzten Buchstaben „ung“ nur erraten zu haben, während er das andere deutlich gesehen.
Versuchsperson M. verhielt sich in genau gleicher Weise. Beispielsweise, es wurde zugerufen : „Brocken“, gelesen „Harz“ statt „Herz“; gerufen: „Explosion“, gelesen: „Dynamit“ statt „Damit“; gerufen: „Nerventhätigkeit“, gelesen: „Muskelfunktionen“ statt „Modulfunktionen“; gerufen: „Politik“, gelesen: „Versammlung“ statt „Vasensammlung“; gerufen: „Raupe“; gelesen: „Schmetterling“ statt „Sämtliche“; gerufen: „Baro-