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meter“; gelesen: „Thermometer“ statt „Theatermarke“. Selbst bei so ganz falsch gelesenen Worten war M. überzeugt, sämtliche Buchstaben gelesen zu haben. In anderen Fällen bezog sich auch für M. die subjektive Sicherheit nur auf einen Teil des Wortes; als z. B. „Schmerzempfindung“ anstatt „Stammbildungslehre“ gelesen wurde, behauptete M., nur „Schmerz“ ganz deutlich Buchstabe für Buchstabe erkannt zu haben, während der Rest mehr erraten war.
Die Versuche von S. und W. wurden mit englischen Worten ausgeführt, und auch hier ergaben sich dieselben Verhältnisse. Es scheint sich somit auch nicht um individuell verschiedene Lebhaftigkeit der Phantasie zu handeln, sondern regelmässig ist die unter günstigen Bedingungen reproduzierte Empfindung und die Empfindung in der sinnlichen Wahrnehmung psychologisch und dementsprechend wohl auch psychophysisch ein und dasselbe.
IV.
Die qualitative Untersuchung der Associationen war, soweit systematisch - experimentelle Prüfungen und nicht nur gelegentliche Beobachtungen in Frage kommen, bisher im wesentlichen, wenn ich von Galtons ersten Versuchen absehe, an einem Material vorgenommen (Trautscholdt, Cattell, Kräpelin u. a.), das für andere Zwecke, und zwar in erster Linie für psychometrische Studien, gewonnen war. Die Verknüpfung des Experiments mit der Zeitmessung brachte dabei stets manche Störung des Associationsvorganges mit sich, und vor allem war die Gewinnung des Materials dadurch so mühsam, dass die Sammlung einiger hundert Associationen schon das Ergebnis langer Arbeit war. Das empirische Material, auf das sich frühere Betrachtungen stützten, war daher überaus spärlich und durchaus nicht einwandsfrei. Es lag somit nahe, die Sammlung associativen Materials einmal unabhängig von zeitmessendenVersuchen zu unternehmen, um ausgiebige Unter-