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Laboratorium diese Anordnung ausnahmslos verwendet; Müller kann nicht beanspruchen, dass ich dieses Verfahren plötzlich ändere, nur um endlich einmal einen seiner Angriffe zu einem berechtigten zu machen.
Und nun zur Sache!
Die hier mitzuteilenden Ergebnisse beziehen sich im wesentlichen auf Unterscheidungs- und Wahlzeiten. Den grösseren Teil der Untersuchungen führte ich im Wintersemester 1890—91 aus, zusammen mit den Herren Dr. Alexander, Dr. Hoops, Dr. Hume, Dr. Mackay, Siebert, Dr. Delabarre, Lewy, Dr. von Jankovich, Fri. Dr. von Schirn-hofer; den kleineren, auf Farbenunterscheidung bezüglichen Teil im Sommersemester 1891 mit den vier letztgenannten, während an die Stelle der anderen die Herren Caldwell, Gill, Hahner, Slatopolski, Schwend und Zermelo traten, so dass an jedem Versuch zehn Personen beteiligt waren.
Der Zweck der Arbeit war in erster Linie ein methodologischer. Nicht darauf kam es mir an, die Unterscheidungszeiten auf einem bestimmten Einzelgebiet festzustellen, sondern die Aufgabe war, eine für Unterscheidungsversuche bisher nicht benutzte Methode auf den verschiedensten Gebieten soweit zu verwerten, dass ein Urteil über den Nutzen der Methode ermöglicht würde. Dass die methodologische Fortbildung der zeitmessenden Unterscheidungsversuche wünschenswert ist, scheint mir zweifellos. Dürfte die Psychometric doch am ehesten einmal im stände sein, uns von den schablonenhaften psychophysischen Methoden zu befreien, deren Unfruchtbarkeit immer deutlicher zu Tage tritt. Es scheint nämlich unter bestimmten Umständen der Satz zu gelten, dass, wenn der Unterschied je zweier Reize gleich gross geschätzt wird, die für die Unterscheidung beider Reize erforderte Zeit unter sonst gleichen Bedingungen dieselbe ist.
Damit ist aber auch ein weiteres gegeben. Die bisherige Entwicklung der Psychophysik hat es mit sich gebracht, dass