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den Intensitätsverhältnissen eine bevorzugte Sonderstellung unter den der Beurteilung sich darbietenden Empfindungsbeziehungen eingeräumt wurde. Prinzipiell liegt dazu kein Grund vor. Die qualitative Distanz, die Verschmelzung, die A Ähnlichkeit, kurz alle übrigen Empfindungsverhältnisse haben psychologisch dieselbe Bedeutung; nur auf psychometrischem Wege kann eine einheitliche, gleichmässig exakte Behandlung aller dieser Probleme gewonnen werden. Wir können die Distanzbeurteilung untersuchen, indem wir die Zeit messen, welche nötig ist, um zwei qualitativ oder zwei quantitativ verschiedene Reize zu unterscheiden; wir können den Verschmelzungsgrad zweier Empfindungen studieren, wenn wir die Zeit messen, in der wir unterscheiden, ob ein oder zwei Reize vorhanden sind u. s. w. Im folgenden beschäftigen sich vornehmlich die Farben versuche mit qualitativen Differenzen, die Temperatur- und Augenmassversuche mit quantitativen Unterschieden, die Zirkeltastversuche mit Unterschieden der Verschmelzung. Bei allen diesen Versuchen musste natürlich innerhalb der vergleichbaren Reihen der Reaktionsmodus derselbe bleiben. Nicht minder wichtig werden aber solche Versuche sein, bei denen den wechselnden Reizen auch wechselnde Reaktionsbewegungen entsprechen und somit nicht nur die Unterscheidungszeit, sondern auch die Wahlzeit sich verändert. In diese Gruppe gehören hier die Versuche mit passiven Bewegungen, mit Druckempfin'dungen u. a.
Die verwerthete Methode geht von einem bekannten Versuch aus, den Galton u. a. benutzten, um ohne feinere Hilfsmittel zu demonstrieren, dass unsere Reaktionsbewegungen auf äusseren Reiz eine nicht unbedeutende Zeit in Anspruch nehmen. Wenn zwanzig, dreissig Personen einen Kreis bilden, sich die Hände reichen, der erste mit der rechten Hand die Linke seines Nachbars drückt, dieser sobald er die Druckempfindung wahrnimmt, so schnell als möglich die Hand des dritten drückt und so fort, so kann der erste schon an einer