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Taschenuhr ablesen, dass mehrere Sekunden vergehen, bis der Händedruck durch den ganzen Kreis fortgepflanzt, zu ihm zurückkehrt. Selbst der Einfluss, den centrale Veränderungen auf die Reaktionszeit ausüben, lässt sich mit dieser primitiven psychometrischen Methode demonstrieren; die Zeit wird kürzer, wenn die Aufmerksamkeit durch Signale maximal gespannt ist, und wird erheblich länger, wenn die Teilnehmer durch vorhergehende Arbeit geistig ermüdet sind.
Zunächst können wir nun die ungefähre Zeitbestimmung in eine exakte überführen. Ein elektrischer Schlüssel, der mit dem Hippschen Chronoskop in Verbindung steht, wird so auf dem Fussboden befestigt, dass die Fussspitze der ersten Person den Knopf berührt. Die Hacke des Stiefels ruht fest auf dem Boden und die geringste Aufwärtsbewegung der Fussspitze öffnet, die geringste Abwärtsbewegung derselben schliesst den -Kontakt. Die erste Person der Teilnehmerkette schliesst so mit dem Fuss den Strom möglichst synchron mit dem ersten Händedruck und öffnet den Strom, sobald sie den durch den ganzen Kreis fortgepflanzten Händedruck empfangen hat. Nach einiger Uebutig ist die Differenzzeit zwischen Hand-und Fussbewegung so minimal, dass sie gegenüber der Gesamtzeit nicht in Frage kommt; die Verlängerung der motorischen Leitungsbahn ist überdies bedeutungslos, da sie bei Schliessung und Oeffnung des Stroms dieselbe ist.
Wir bildeten beispielsweise eine Kette von zehn Personen; jeder umfasste mit der rechten Hand den linken Zeigefinger seines Nachbars. Als erste Versuchsperson, welche mit der Fussspitze den elektrischen Kontakt schloss und öffnete, fungierte ich selber bei sämtlichen Versuchen. Etwa zwei Sekunden vor Beginn des Versuches wurde ein Signal gegeben, um die Aufmerksamkeit maximal zu spannen. Eine Serie von zehn Versuchen ergab im Durchschnitt 1,765 Sek. (M.-V. 0,077), wenn sämtliche Teilnehmer unermüdet waren, dagegen 2,571 (M.-V. 0,137), wenn alle zehn Personen durch zweistündiges Experimentieren ermüdet waren. Diese einfache