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und Wahlzeit wegfällt, so ergab sich eine Zeit von 2,065 Sek. als Durchschnitt von 20 Versuchen; wird dagegen die Fingerspitze schon vorher gefasst und beim Versuch nur gepresst, so dauert es 1,879. Die Bewegung dauert also für alle zehn Personen noch nicht 0,2, für den einzelnen etwa 0,02 Sek.: diese Zeit ist in sämtlichen Versuchen gleichmässig enthalten. Finger I ist Daumen, II Zeigefinger u. s. w.
Jede Zahl gibt den Durchschnitt aus 15 bis 20 fehlerlosen Versuchen; wurde ein Fehler durch Greifen eines falschen Fingers gemacht, so wurde der Versuch nicht berücksichtigt. Den gesamten verwerteten Versuchen gingen einige Uebungsreihen voran ; auch jeder neue Arbeitstag begann mit Uebungsversuchen. Andererseits bemühten wir uns, die Versuche so zu verteilen, dass Uebung und Ermüdung auf alle gleichmässigen Einfluss hatte. Zwischen den einzelnen Fingern wechselte ich so unregelmässig, dass von einem Vorhererwarten seitens der Versuchspersonen nicht die Bede sein kann.
War die Wahl zwischen zwei Fingern, so ergibt sich I—II: 3,335 Sek.; I—III: 3,268; I-IV: 3,875; I-V: 3,184; II —III: 3,469; II—IV: 3,559; II—V : 3,277 ; III—IV: 4,086; III—V : 3,390 ; IV—V : 4,008. Die mittlere Variation schwankt zwischen 0,05 und 0,2; sie übersteigt nirgends den zwanzigsten Teil der ganzen Zeit. Wollten wir hieraus allein schon eine Aehnlichkeitsreihe konstruieren, so würde sie sich fol-gendermassen gestalten : III—IV, IV—V, I—IV, II—III, III—V, I—II, II—V, I—III, I—V. Wenn wir aus sämtlichen Versuchen dieser zehn Gruppen den Durschschnitt derjenigen Zeiten berechnen, welche sich für den einzelnen Finger ergaben — jeder Finger ist etwa 40mal, je lOmal mit jedem der vier anderen Finger, vorgekommen — , so erhalten wir: I: 3,294; II: 3,324; III: 3,733; IV: 3,965; V: 3,390. Der vierte Finger wird also weitaus am schlechtesten von den anderen Fingern unterschieden; am deutlichsten hebt sich die Tastempfindung am ersten, dann am zweiten, schliesslich am fünften Finger ab.
Münsterberg, Beiträge. IV.
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