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und Grün dauerte 4,835, Blau-Schwarz 4,813, Blau-Rot 4,653 und Blau-Gelb 4,582: aber Blau-Nichtblau dauerte 5,273, obgleich nur jene fünf Farben in Betracht kamen. Diese Beispiele mögen genügen, um zu beweisen, wie die Methode der Kettenreaktionen auch auf optischem Gebiet ein überaus wertvolles Hilfsmittel für die Analyse des psychischen Geschehens darstellt.
Gewissermassen anhangsweise füge ich ebenfalls lediglich unter methodologischem Gesichtspunkt den Bericht über einige Versuchsreihen an, die das Prinzip der Kettenreaktion nach anderer Richtung variieren. Es gibt zahlreiche psychometrische Fragen, bei denen die Uebertragung des Reizes von Person zu Person schwierig oder unmöglich ist, andere, bei denen die dadurch bewirkte Auslöschung des individuellen Unterschiedes überflüssig ist, bei denen viel mehr darauf ankommt, die zufälligen Unterschiede der einzelnen Reize zu nivellieren. Es erweist sich dann als geeignet und gewährt, was Exaktheit der Messung anbetrifft, viele Vorteile der Kettenreaktion, wenn der betreffende psychische Vorgang — es wird sich in erster Linie um Associationen handeln — vielleicht zehnmal wiederholt wird. Bei den Kettenreaktionen erledigten zehn Personen hinter einander einen psychischen Prozess, hier bei den Reihenreaktionen erledigt eine Person hintereinander zehn koordinierte psychische Prozesse. Auch hier kommt natürlich nur das relative Zeitergebnis in Betracht, aber auch hier muss der gesetzmässige Einfluss der Bedingungsvariationen reiner hervortreten, insofern einerseits die Zufälligkeiten der zehn einzelnen Reize sich ausgleichen, andererseits die bei Stromöffnung und Stromschluss entstehenden Fehler zehnmal kleiner werden im Verhältnis zur Gesamtzahl. Diese Methode wird an Stelle der Kettenreaktion dort unerlässlich, wo individuelle Unterschiede der Versuchspersonen aufgesucht werden sollen; in diesem Sinne ist sie denn auch gelegentlich schon von Kräpelin, Berger u. a. verwandt. Ich erwähne unsere Versuche in diesem Zusammenhang nur deshalb, um zu zeigen, wie solche Reihenreaktionen die Kettenreaktionen ergänzen