﻿66
	J.	M.	Sl.	Si.	D.
6	382	116	243	573	299
7	302	90	218	544 '	165
8	519	166	298	672	306
9	500	93	246	625	179
Die individuellen Unterschiede der absoluten Zahlen werte sind sehr beträchtlich; bezüglich der auffallend kleinen Werte für M. bemerke ich, dass derselbe lange Zeit Mathematik-lehrer gewesen ist. Es zeigt sich aber auf den ersten Blick, dass die individuellen Unterschiede sich auf die relativen Werte nicht beziehen, vielmehr der Gang der Zahlen für alle Personen auffallend ähnlich ist. Sämtliche 5 Versuchspersonen multiplizieren mit 5 wesentlich schneller als mit 3 und 4, mit 7 schneller als mit 6, mit 9 schneller als mit 8. Die Reihenfolge ist also 2, 5, 3, 4, 7, 6, 9, 8, nur bei zwei Personen geht die 5 noch der 2 voran. Die Multiplikation mit ungraden Ziffern ist also wesentlich leichter als mit graden, natürlich mit Ausnahme der 2. Wie dieses auffallende Resultat zu erklären, sei dahingestellt; die Thatsache, dass es so ausnahmslos übereinstimmend hervortritt, spricht deutlich für die Zweckmässigkeit der angewandten Methode.
Als zweites Beispiel solcher Reihenreaktionen nenne ich die Unterscheidung unregelmässiger Polygone. Es galt, für eine Reihe von zehn Polygonen so schnell wie möglich die Zahl der Ecken anzugeben. Auch hier wurde dann unter gleichen Bedingungen die Zeit für dieselbe Zahlenreihe gemessen, nachdem statt der Vielecke die Zahlen der Ecken selbst auf die Tafel geschrieben waren. Um zehn Polygone als Fünfecke und Sechsecke zu unterscheiden, gebrauchte Sch. 6,604 Sek.; um zehn entsprechende Ziffern abzulesen, gebrauchte er 2,930 Sek., obgleich in beiden Fällen dieselben Silben auszusprechen waren; die Differenz von 3,674 Sek. ist also für das Unterscheiden nötig; für je eine Figur gebraucht Sch. also 0,367 Sek., um zu erkennen, ob es ein unregelmässiges Fünfeck oder ein Sechseck ist.