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übergehe, die wir mit der Methode der Kettenreaktion vor-genommen, so möchte ich am ausführlichsten unsere Versuche über die Lokalisation der Druck- und Tastempfindung wiedergeben, weil gerade auf diesem Gebiete, mit Ausnahme der sorgfältig untersuchten Tastschwelle, die Verhältnisse noch so wenig geprüft sind. Die Methode der Raumäquivalenzbestimmung war die einzige, welche uns ausser der Schwellenermittlung zur Verfügung stand; die wichtigeren Fragen nach dem Aehnlichkeitsgrad und der Verschmelzung der an verschiedenen Stellen ausgelösten Tastempfindungen blieben völlig unbeantwortet. Die psychometrische Methode kann hier alle Lücken füllen und kann es um so exakter, je systematischer sie das Prinzip der Kettenreaktion verwertet. Die folgenden Mitteilungen sollen lediglich Beispiele geben; eine ausführliche Untersuchung dieser Spezialfrage für die verschiedenen Tastgebiete hoffe ich später bieten zu können.
Zwei Hauptfragen lassen sich trennen. Wir können erstens untersuchen, wie lange es dauert, zu unterscheiden, welcher von zwei oder mehr vorher bestimmten Tastraumpunkten berührt worden ist; je ähnlicher die in Betracht kommenden Empfindungen sind, desto länger wird die Unterscheidung dauern. Wir können zweitens untersuchen, wie lange es zu unterscheiden dauert, ob von den vorher bestimmten Tastraumpunkten nur einer oder ob gleichzeitig beide berührt worden sind; je mehr die entsprechenden Empfindungen verschmelzen, desto länger wird die Unterscheidung dauern. So können wir auf dem einen Weg eine Aehnlich-keitsreihe, auf dem anderen eine Verschmelzungsreihe gewinnen. Beide können bekanntlich sehr divergieren; auf dem Tongebiet, das allein bisher ausreichend untersucht ist, nimmt die Aehnlichkeit direkt mit der Distanz ab, während die Verschmelzung von den musikalischen Intervallen abhängig und ohne Beziehung zur Aehnlichkeit ist.
Die Aehnlichkeitsfrage untersuchten wir eingehend an