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wird stets nach innen, das warme stets nach aussen gehalten, und so kann durch minimale Reaktionsbewegung je nach dem empfangenen Eindruck der Temperaturreiz durch die ganze Kette fortgepflanzt werden. In der Mitte des Kreises standen Wassergefässe, welche durch Eis und Spiritusflamme konstant bei der gewünschten Temperatur gehalten wurden ; durch Reagensglasthermometer und Eintauchen in jene (refasse wurde die Temperatur jedes einzigen Gläschens für den Versuch eingerichtet. Die Zimmertemperatur betrug 170 C. ; der Kältereiz war bei allen Versuchen konstant 10° C., der Wärmereiz bei je zwanzig fehlerfreien Versuchen 30°, 40°, 50° und 70°. Die gesamte Reaktionszeit betrug bei der Unterscheidung von von 10° und 30°: 5,261 Sek., von 10° und 40°: 4,949, von 10° und 50°: 4,903, von 10° und 70°: 4,827. Die mittlere Variation schwankte um 0,2 Sek.
Von hohem Interesse scheinen mir auch die bisher ganz vernachlässigten psychometrischen Unterscheidungsversuche für passive Bewegungen mit entsprechender Wahl aktiver Bewegungen. Sie werfen Licht sowohl auf die Unterschiede der Bewegungsempfindungen als auch auf die Beziehungen zwischen Bewegungsempfindung und Bewegungsimpuls. Ich beschränke mich auch hier auf die Wiedergabe der Resultate, ohne auf die Entwirrung des Problemgeflechtes eingehen zu wollen ; jede theoretische Diskussion der Ergebnisse würde die Aufmerksamkeit von dem ablenken, worauf es mir ankommt, nämlich von der Thatsache, dass die Kettenreaktionsmethode überraschend deutlich die Wirkungen der kleinsten Bedingungsvariationen zum Ausdruck bringt. Die zehn Teilnehmer sassen mit dem Gesicht nach aussen im Kreise ; jeder umfasst mit der rechten Hand fest das linke Handgelenk seines rechten Nachbars; der linke Arm wird möglichst locker in gebeugter Stellung gehalten, so dass er leicht passiv der durch den Nachbar erfolgenden Führung im Handgelenk nachgibt. Die Versuche werden mit geschlossenen Augen gemacht. Die bei der passiven Bewegung des linken Arms entstehende Empfin-