﻿wachs, der theoretisch von hohem Interesse ist. Da die mittlere Variation dabei nur 0,29 betrug, so ist nicht zu zweifeln, dass der grosse Zeitzuwachs einem konstanten psychophysischen Zwischenglied zugehört. Dasselbe gilt von der Reaktionsverlängerung, die dann entstand, sobald bei der Wahl zwischen r und 1 die empfangene Bewegung in die entgegengesetzte verwandelt werden sollte bei gleichsinniger Fortpflanzung, wie oben angegeben, 2,489, bei ungleichsinniger 3,272. --Wurden in der Luft mit dem Arm grosse arabische Ziffern beschrieben, so dauerte es bei Wahl zwischen 0 und 1: 4.773; Wahl zwischen 1 und 2: 4,745; Wahl zwischen 2 und 3: 4,865; Wahl zwischen 0, 1, 2: 6,538; Wahl zwischen 0, 1. 2. 3: 7,116. Wurde die Aufgabe gestellt, zu diesen Zahlen bei der Weitergabe 1 zu addieren, also statt 0 eine 1, statt 1 eine 2 und statt 3 wieder eine 0 zu übermitteln, so dauerte es 9,684, also für jede Person fast eine Sekunde und ergab trotzdem nur eine mittlere Variation von 0,37. Auch die Versuche dieser Art lassen sich unerschöpflich variieren und werden für das Studium der Bewegungsempfindungen unerlässlich sein; gerade solche Experimente aber, bei denen nicht nur zwischen verschiedenen Reizen unterschieden werden soll, sondern auch die mannigfachsten Variationen der Bewegungsreaktion notwendig werden, können auf keine Weise so einfach angestellt werden wie mittels Kettenreaktion.
Ganz kurz berühre ich die Versuche, die wir mit verschieden langen Stäben anstellten. Zwischen zwei Strecken von 2 und 10 cm zu wählen, dauerte 4,341, zwischen 7 und 10 cm: 5,855; zwischen 8 und 10: 7.449; zwischen 8,5 und .10: 8,839; zwischen 9 und 10: 9,839: zwischen 9,5 und 10: 11,624. Bei der letzteren Wahl kamen schon einige Fehler vor. Die Genauigkeit, mit der auch hier die Zeit anwächst mit der Schwierigkeit der Aufgabe, befürwortet somit, auch das Gebiet des Augenmasses systematisch mit psychometrischen Methoden zu studieren.
Ausführlicher möchte ich unsere Kettenreaktionen mit