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gungen hervor je nach dem Vorzeichen des Stückes, auch dann, wenn das Vorzeichen nicht mehr in seinem Blickfeld ist; der unmittelbar auslösende Reiz bedingt hier eben nur einen Teil aller der Vorstellungen, die sich in der Handbewegung entladen. Unsere Frage ist dagegen die, ob genau dieselben Vorstellungen gleichzeitig mit verschiedenen, sich wechselseitig ausschliessenden Bewegungsimpulsen verbunden sein können und trotzdem der schwächere nicht hindert, dass der stärkere ohne jede Hilfsassociation, ohne jeden Wahlvorgang vollkommen triebartig in Kraft tritt.
Die Versuche, von denen ich zu berichten habe, beweisen zwingend, dass dieser zweite Fall in der That zutrifft, dass also eine schwächere Disposition zu einer Bewegung sehr deutlich im psychophysischen Mechanismus vorhanden sein kann und trotzdem die entgegengesetzte Bewegung vollkommen automatisch von dem äusseren Reize hervorgerufen wird. Es ist dadurch wahrscheinlich gemacht, dass, wenn in unserem psychophysischen Apparat ein Centralteil in leichtleitender Verbindung zu mehreren anderen Zentralteilen steht, die Erregung durchaus nicht in alle diese verschiedenen Leitungsbahnen übergehen muss, sich also nicht etwa wie ein elektrischer Strom verhält, der in verzweigtem Leitungssystem sich in alle Bahnen dem Widerstand umgekehrt proportional verteilt, sondern dass die Bahn geringsten .Widerstandes allein in Betracht kommt, die übrigen Bahnen unerregt bleiben. Wir gewinnen damit ein Schema, welches uns wenigstens einen gewissen Anhaltspunkt für die Auffassung der associa-tiven Vorgänge in der Gehirnrinde gibt, über die wir direkt nicht das Geringste wissen. Die übliche Vorstellung, dass die Erregung einer Ganglienzelle sich auf allen disponiblen Leitungswegen verbreite, ist ja lediglich aus dem bequemen Bedürfnis einfachster Anschaulichkeit entstanden ; sie ist weder durch bestimmte physiologische oder psychophysische Erfahrungen begründet, noch lässt sie sich mit den psychologischen Thatsachen anders als vermöge komplizierter Hilfskonstruk-