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wir schliessen können, dass beinahe der gesamte frühere Uebungserfolg im Gedächtnis bewahrt geblieben ist.
Die Auswahl von Versuchsbedingungen, welche den Anforderungen des Experimentes entsprechen, ist nicht ganz leicht, da mehrere Faktoren sich bei ihnen vereinigen müssen. Es müssen erstens Bewegungen gewählt werden, welche im gewöhnlichen Leben ohfie Beteiligung der Aufmerksamkeit rein „mechanisch“ beim Eintreten gewisser Empfindungskomplexe ausgeübt zu werden pflegen. Es müssen zweitens diese Bewegungen leicht variierbar sein, so dass die eine wie die andere Bewegung willkürlich angeeignet ist und nicht etwa durch vitale Triebe gefordert wird. Drittens aber — und das ist das Schwierigste — die Bewegungen müssen so gewählt sein, dass sie zwar ohne Aufmerksamkeit ausgeführt werden, die Aufmerksamkeit sich dagegen ihnen sofort zuwendet, sobald sie falsch ausgeführt werden, sobald also die ältere Bewegung an Stelle der neueingeübten eintritt. Nur so kann die grössere oder geringere Leichtigkeit der Neueinübung exakt bestimmt werden, da offenbar die neue Bewegung um so leichter eingeübt worden ist, je seltener unabsichtlich die ältere Bewegung eintrat.
Im Laboratorium lassen sich solche Experimente natürlich überhaupt nicht anstellen, da sie eben eine vollkommene Ablenkung der Aufmerksamkeit vom Zweck, des Experimentes verlangen; das kann nur dadurch erreicht werden, dass die Versuche sich in das tägliche Leben durch möglichst lange Zeit hindurch einweben. Ich habe die Versuche an mir selbst seit sechs Jahren mit den verschiedensten Bewegungskomplexen angestellt; ich will die drei Versuchsreihen mitteilen, welche ich ohne Unterbrechung zu Ende führen konnte. Andere Reihen wurden entweder irgendwie gestört oder erwiesen sich als nicht hinlänglich exakt, vor allem dadurch, dass ich beim Eintritt der Reize zu häufig die Vorstellimg vom Zweck des Versuches associierte und somit die Bewegung nicht unwillkürlich ausgeführt wurde. Die drei Reihen, welche ich in