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that. Sie hat ja allerdings bei der ersten Neueinübung nur 25 Fehler gegenüber 64 der anderen Seite; diese 25 stehen aber den 23 Fällen der anderen Seite bei der zweiten Einübung gegenüber; die seit Jahren ausgefübrte Bewegung batte also das erste Mal keine stärkere Disposition zurückgelassen, als es die vierwöchentliche Gegenübung gethan; erst als sie später von neuem an die Reibe kam, hinterliess sie stärkere Spuren. Wir werden genau dasselbe auch am Uhr- und am Thürversuch sehen. Es scheint mir daraus die interessante Thatsache hervorzugeben, dass die psychophysische Disposition zu einer Bewegung auch dann, wenn die Bewegung vollkommen automatisch und triebartig einsetzt, doch nur einen mittleren Grad von Stärke erreicht, solange niemals entgegengesetzte Bewegungen bei demselben Reiz willkürlich hervorgerufen werden. Erst sobald ein solcher Wechsel in der Bewegungswahl eingetreten ist, entwickelt sich die Disposition zur bevorzugten Bewegung nach erneuter Einübung zu grösserer Stärke, und dieselbe nimmt stetig zu, je häufiger Gegenbewegungen erzwungen werden. Unser psychophysischer Apparat leistet also auch hierin seine Arbeit mit der möglichst geringen Anstrengung, und die stärkste, d. h. widerstandsfähigste Einübung wird auch durch die grösste Zahl von Wiederholungen nicht erreicht, wenn eine Ablenkung von der gewohnten Bahn überhaupt nicht in Frage kommt. Dass die Abnahme der falschen Fälle von Tag zu Tag nicht ganz gleichmässig erfolgt, hängt in erster Linie von der verschiedenen Tagesdisposition ab ; sobald ich müde war, traten leichter falsche Fälle ein. Ob aber die falsche Bewegung zu Ende geführt oder auf halbem Wege inhibiert wurde, hing wohl in erster Linie von der Intensität der geistigen Arbeit ab.
Ganz ähnlichen Verlauf nahm das Experiment mit der Taschenuhr, das in gleicher Weise die Bedingungen des Versuches erfüllte. Ich gewöhnte mich zunächst vor Beginn der Versuche, wochenlang meine Taschenuhr in der linken Westen-