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frei heruntersinken. Der Experimentator löst so schnell wie möglich mit der einen Hand die ^rretur, und mit der anderen Hand führt er den Wagen zum Nullpunkt zurück. Ein Assistent liest auf der Fünftelsekundenuhr die Zeit ab von dem Moment, in dem der Wagen gegen den Querriegel stösst, bis zu dem Ende des gewünschten Intervalls; ist dieses ahgelaufen, so ruft er ein Signalwort, und auf dieses Signal steckt die Versuchsperson mit Unterstützung des Experimentators den Zeigefinger in den auf dem Nullpunkt stehenden Wagen und reproduziert mit möglichst gleichmässiger Geschwindigkeit aus dem Gedächtnis die vorher durchmessene Strecke. Der Experimentator liest ab und protokolliert, welchen höchsten Punkt der Wagen dabei erreicht; die Methode entspricht also der Methode der mittleren Fehler. Aus den für jede bestimmte Normalstrecke nach bestimmtem Intervall gewonnenen Vergleichsstrecken lässt sich dann der durchschnittliche konstante Fehler berechnen, dessen Abhängigkeit von der Grösse des Intervalls wir suchten.
Die zehn Raumstrecken, welche wir untersuchten, waren 5, 10, 15 . . . bis 50 cm, die Zeitintervalle, die in Betracht kamen, 2, 5, 10, 20, 60 Sekunden. Die Versuche mit Wiederholung der Strecke nach 2 und nach 24 Stunden sind zu wenig zahlreich, als dass ich sie hier berücksichtigen dürfte. Von den genannten Zeiten innerhalb einer .Minute haben wir dagegen ausreichendes Material gewonnen, insofern wir für jedes Intervall von jeder Versuchsperson fünf Reihen auf-nahmen, in deren jeder alle zehn Strecken vorkamen. Nur hei dem Intervall von 60 Sek. begnügten wir uns mit drei Reihen von jeder Person, weil diese Versuche sich als äusserst anstrengend und ermüdend erwiesen; die Minute, während welcher mit geschlossenen Augen die Vorstellung der Tastraumstrecke festgehalten werden sollte, schien subjektiv so beängstigend lang, dass die meisten stets nur wenige Einzelversuche hintereinander ausführen konnten. Um den Einfluss von Uebung und Ermüdung auszugleichen, wurden nicht etwa