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gehende theoretische Erörterung des Zeitsinnes hier um so lieber, als die Diskussion inzwischen durch die fleissige Arbeit von Nichols in manchen Punkten gefördert wurde und in dem prächtigen Werke von James einen Höhepunkt erreicht hat. Uns hat somit lediglich das Spezialproblem zu beschäftigen, das, soviel ich sehe, einer systematischen Prüfung noch nirgends unterzogen wurde.
Es galt, zwei Zeitintervalle miteinander zu vergleichen, d. h. zu beurteilen, ob das zweite grösser, gleich oder kleiner als das erste ist, wenn beide verschieden ausgefüllt sind, etwa das eine mit langsamen, das andere mit schnellen Metronomschlägen, das eine mit einem tiefen, das andere mit einem hohen Ton, das eine mit gleichgültigen Geräuschen, das andere mit interessierenden Worten. Die Zeitgrössen mussten, um den Inhalt zur Wirkung zu bringen, nicht gar zu klein sein und doch auch klein genug, um eine unmittelbare Auffassung zu ermöglichen. Als günstigste Grösse ergab sich das Intervall von 10 Sekunden. In sämtlichen Versuchen, deren Zahl ohne die unberücksichtigten Vorversuche 4000 übersteigt, ist entweder die Normalgrösse oder die Vergleichsgrösse 10 Sekunden. Um die Kontrastwirkung möglichst einzuengen, wurden keine grösseren Differenzen als 2 Sekunden benutzt. 10 Sekunden wurden also verglichen mit 8, 9, 10, 11 und 12 Sekunden. Die Experimente wurden im Winter 1891/92 durchgeführt; ich selbst stellte die Vergleichsgrössen her, die Herren Christiansen, Smith, Wadsworth, Krohn, Weiss, Blech und Frl. v. Schirnhofer fungierten als Versuchspersonen. Da die Herren Krohn, Blech und Weiss sich nicht an sämtlichen Versuchsgruppen beteiligt, so bleiben ihre Resultate im folgenden unberücksichtigt; es kommen mithin nur die vier Versuchspersonen Ch., Sm., Sch., W. in Betracht. Die Vergleichsgrössen wurden allen Versuchspersonen gleichzeitig dargeboten; jeder führte ein Protokoll, und erst nach Erledigung einer ganzen Versuchsgruppe wurden die Resultate verglichen.
Die gewählten Zeitgrössen differieren so wenig, dass der