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neueren Untersuchungen meines Laboratoriums massgebend war und nur bei solchen Experimenten ausser Kraft trat, bei denen die Beweiskraft oder das Interesse eines positiven Falles nicht durch beliebig viele negative aufgehoben werden kann; die unberechtigte Generalisierung individueller Zufälligkeiten, unter der die experimentelle Psychologie bisher zweifellos viel gelitten, dürfte dadurch möglichst unterdrückt sein. Was lehren uns also diejenigen Fälle, bei denen die Schätzungen aller Versuchspersonen in der Hauptrichtung übereinstimmten? Die Ergebnisse derselben, nebeneinandergestellt, bieten ein vielleicht unerwartetes Bild. Wenn objektiv 40°/o Grösserfälle (20°/o -f- 1 Sek., 20°/o + 2 Sek.), 20°/o Gleichfälle und 40°/o Kleinerfälle (20°/o — 1 Sek., 20°/o — 2 Sek.), geboten werden, durch symmetrische Verteilung der Normal- und Vergleichsgrössen der Einfluss der Zeitlage vollkommen eliminiert ist und die Gleichschätzungen zur Hälfte den Grösser-, zur Hälfte den Kleinerfällen zugerechnet werden, so ergab sich nach wochenlanger Vorübung, also im Zustand feinentwickelten Zeitbewusstseins, dass als Durchschnittswert für die verschiedenen Versuchspersonen folgende subjektive Grösserschätzungen eintraten:
Hohe Töne 62 °/o gegenüber tiefen 88°/o,
Einfache Töne 66 °/o gegenüber Akkorden 34°/o, Schnurrendes Geräusch 57 °/o gegenüber Tönen 43°/o, Schnelle Pendelschläge 63°/o gegenüber langsamen 37 °/o, Pendelschläge 57 °/o gegenüber Versen 43°/o,
Schnurrendes Geräusch 58°/o gegenüber Sprüchen 42°/o, Zahlworte 57 °/o gegenüber Sprüchen 43°/o,
Schnell Gelesenes 65 °/o gegenüber langsam Gelesenem 35 °/o. Ausgezogener Ton 65°/o gegenüber intermittierendem 34,5 °/o.
Es ergibt sich ohne weiteres, dass die Methode der Zeitstreckenvergleichung hier nicht etwa darin bestanden haben kann, dass man beide Zeitintervalle zunächst ablaufen liess und dann den Inhalt derselben in einheitlicher Erinnerungsvorstellung zusammenfasste, um sie zu vergleichen. Gewiss